Eier sind beliebter denn je! Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland ist im Jahr 2024 auf beeindruckende 249 Eier gestiegen – ein neuer Rekordwert. So viele Eier wurden hierzulande noch nie konsumiert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von 10 Eiern pro Person – ein Plus von stolzen 4,1 %.
Lücke bei Legehennen: 1,9 Millionen Tiere fehlen
Das Ei gilt zunehmend als echtes Superfood und liegt mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen voll im Trend. Um den gestiegenen Bedarf zu decken, wären rechnerisch etwa 2,9 Millionen zusätzliche Legehennen nötig gewesen. Tatsächlich ist der Bestand jedoch nur um rund eine Million Tiere angewachsen (+2 %). Damit klafft eine Lücke von rund 1,9 Millionen Legehennen, die zur vollständigen Kompensation fehlen.
Genehmigung neuer Ställe bleibt Herausforderung
Geht man davon aus, dass ein Stall etwa 15.000 Tiere fasst, müssten knapp 200 neue Anlagen genehmigt und gebaut werden – ein ambitioniertes Vorhaben, das Unternehmern einiges an Ausdauer, Geduld und Durchhaltevermögen abverlangt. Denn die Hürden für neue Stallbauten sind hoch, die Erfolgsaussichten oft ungewiss.
Der Selbstversorgungsgrad ist inzwischen auf lediglich 72,2 % gesunken. Deutschland ist somit stärker denn je auf Importe angewiesen. Im Jahr 2024 wurden Eier von rund 27 Millionen Legehennen aus dem Ausland eingeführt. Angesichts dieser Zahlen überrascht es kaum, dass Eier derzeit knapp und teuer sind – ein Blick in die aktuelle Versorgungsbilanz genügt, um die angespannte Lage zu erkennen.
Ostern als Belastungstest für die Eier-Versorgung
Erfreulicherweise ist die befürchtete massive Ausbreitung der Aviären Influenza bisher ausgeblieben. Offenbar zeigen die Maßnahmen zur Biosicherheit Wirkung – dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten.
Jetzt steht das Osterfest vor der Tür – und damit beginnt die heiße Phase. Aufgrund der schwer vorhersehbaren Nachfrage und einer preisbedingten Verlagerung des Absatzes in den Einzelhandel wird es kaum möglich sein, den gesamten Bedarf mit vollständig zertifizierter Ware zu decken.




































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