21.700 Legehennen, zwei breite Volieren und ein Wintergarten: Ein neuer Stall in den Niederlanden zeigt, wie Technik Tier- und Arbeitsabläufe erleichtern soll.
Breite Voliere nutzt die Stallfläche besser aus
Bei Hardeman in Lunteren wurde ein neuer Legehennenstall für 21.700 Legehennen gebaut. Zum Einsatz kommen zwei Reihen der XL Jansen Voliere. Die XL-Anlage ist 3,08 m breit, 2,70 m hoch und zweistöckig. Beide Etagen sind gleich breit.
Die Systembreite wurde bewusst gewählt, um bei einer Stallbreite von 12 m die Stallfläche optimal auszunutzen. Besondere Merkmale der Anlage sind die speziellen Kunststoffroste mit Wölbung, durch die die Eier besser nach vorne rollen. In der mittleren Ebene wurden Metallroste eingesetzt, wodurch das Personal beim Durchgang einen besseren Überblick über die Anlage erhält.
Bewegliche Anflugstangen erleichtern die Arbeit
Für eine schnelle und effektive Kotabtrocknung sorgt eine Kotbandbelüftungsanlage, die den Kot direkt auf den Kotbändern trocknet. Auch bei der Zugänglichkeit wurde auf eine einfache Handhabung geachtet: Die Anflugstangen lassen sich per Hand absenken und für den Leerstand wieder hochsetzen. Die besonders breiten Eierschutzprofile verhindern, dass die Hennen an bereits gelegte Eier gelangen.
Im oberen Bereich kommen dreieckige Trigonum-Sitzstangen zum Einsatz. Diese sind leicht zu reinigen und bieten den Hühnern durch die Form einen guten Halt. Ein weiteres praktisches Detail ist das Abschirmgitter unter der Voliere. Es lässt sich mit einem Handhebel für ein komplettes Abteil öffnen. Dadurch können die Hennen zu Beginn leichter in das System gelangen. Später kann das Gitter wieder abgesenkt werden, was das Einfangen der Tiere erleichtert. Die Anflugstangen ermöglichen außerdem einen einfachen Zugang zu den oberen Bereichen der Voliere. So kann das Personal den gesamten Stall besser kontrollieren und beispielsweise schnell nach verendeten Tieren schauen.
Optimale Beleuchtung soll Schattenplätze im Legehennenstall vermeiden
Für eine optimale Ausleuchtung wurde eine HATO-Beleuchtung installiert. Unter der Anlage befinden sich zwei Beleuchtungsstränge, zusätzlich gibt es Beleuchtung in den Gängen und auf den oberen Ebenen. Dadurch entstehen möglichst wenige Schattenplätze. Die Lichtbänder wurden im Firstbereich installiert. Dadurch wird nur eine Lichtbandverdunkelung benötigt, anstatt auf beiden Seiten separate Systeme einzubauen. Bei der Fütterung wurden drei Futterumlaufstränge pro Voliere installiert: einer auf der unteren und zwei auf der oberen Ebene.
Der Stall entspricht dem Konzept „Beter Leven 1 Stern“ und verfügt über einen Wintergarten. Jeder Wintergarten besitzt eine eigene Tränkelinie. Zusätzlich stehen den Hennen Beschäftigungsmaterialien wie Luzerne und Kalksteine zur Verfügung. Insgesamt kombiniert die Anlage eine hohe Tierzahl mit guter Übersicht, einfacher Wartung, optimaler Beleuchtung und einer durchdachten Gestaltung für Tier und Personal. Bei Fragen zum Stall oder zur Technik können Interessierte sich direkt an Jansen oder die Firma Geissler wenden.
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