Dr. Sebastean Schwarz (links), Vorsitzender des Vorstandes des Deutschen Verbands Tiernahrung e. V. (DVT) und Bernd Schmitz, neuer Präsident des DVT (rechts).
Der Deutsche Verband Tiernahrung stellt sich neu auf. Bernd Schmitz übernimmt die Spitze des DVT und will die Interessen der Futtermittelwirtschaft gegenüber Berlin und Brüssel stärker vertreten.
Der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) hat eine neue Führung. Die Mitglieder wählten Bernd Schmitz auf der 26. DVT-Jahrestagung zum Präsidenten. Er folgt auf Cord Schiplage, der den Verband seit 2022 geführt hatte.
Mit dem Wechsel an der Spitze verändert der DVT zugleich seine interne Struktur. Präsidium und Vorstand erhalten klar abgegrenzte Aufgaben. Der Verband will damit Entscheidungen beschleunigen und sich für kommende Herausforderungen besser aufstellen.
Für die Futtermittelbranche sei dies besonders wichtig, betont Schmitz. Politische Entscheidungen wirkten sich unmittelbar auf die Unternehmen aus. Der DVT müsse deshalb schnell reagieren, geschlossen auftreten und seine Positionen klar vertreten.
Neuer DVT-Präsident kennt die Futtermittelbranche aus der Praxis
Schmitz bringt langjährige Erfahrung aus der Futtermittelwirtschaft mit. Seit August 2019 führt er als Geschäftsführer die AGRAVIS Futtermittel GmbH. Ebenfalls seit 2019 gehört er dem Vorstand des DVT an.
Auch auf europäischer Ebene vertritt Schmitz die Branche. Seit 2023 ist er Vizepräsident des europäischen Futtermittelverbands FEFAC. Für dieses Amt wurde er kürzlich für eine zweite Amtszeit bestätigt.
Seine Praxiserfahrung will Schmitz nun stärker in die Verbandsarbeit einbringen. Wer aus der Branche komme, kenne die Fragen, mit denen sich die Mitgliedsunternehmen täglich beschäftigen, erklärte der neue Präsident. Zugleich will er die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und hauptamtlicher Verbandsarbeit ausbauen.
DVT stellt sein Präsidium neu auf
Neben Schmitz gehören drei Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten zur neuen Verbandsspitze. Carolin Braun-Majer vom DEWA-Kraftfutterwerk bleibt Vizepräsidentin. Neu gewählt wurden Miguel Diaz Martinez von deuka Tiernahrung Cremer und Lukas Middendorf von MIAVIT.
Weitere Mitglieder des Präsidiums sind Josef Menge von Deutsche Vilomix Tierernährung, Bernd Rötgers von GS Die Genossenschaft, Marie-Christine Thesing von ForFarmers Thesing Mischfutter und Dr. Wilhelm Weisthoff von H. Wilhelm Schaumann.
Hinzu kommen die vier Vorsitzenden der DVT-Regionalgruppen: Jürgen Aumann von agritura Raiffeisen, Johann Stöfen von J. Stöfen, René Schwarz von Raiffeisen Vital Mischfutter und Karl Schneider von Karl Schneider.
DVT will in Berlin und Brüssel stärker auftreten
Den Vorstand führt künftig Dr. Sebastean Schwarz als Vorsitzender. Dr. Michael Lüke gehört dem Vorstand als weiteres Mitglied an. Schwarz verbindet die neue Struktur mit dem Ziel, dem DVT politisch mehr Gewicht zu verschaffen.
Dabei verweist er auf die besondere Rolle der Futtermittelwirtschaft zwischen Ackerbau und Tierhaltung. Tiernahrung verbinde pflanzliche und tierische Erzeugung. Diese Funktion müsse der Verband in politischen Debatten stärker sichtbar machen – sowohl in Berlin als auch in Brüssel.
Dr. Hermann-Josef Baaken, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht, begleitet die Übergabe an Schwarz im Hintergrund.
Neue Struktur soll den DVT schneller und schlagkräftiger machen
Mit der Neuaufstellung will der DVT seine Interessen gegenüber Politik, Behörden und anderen Verbänden stärker vertreten. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedsunternehmen, Ehrenamt und hauptamtlicher Verbandsarbeit enger werden.
Vor allem klarere Zuständigkeiten sollen dazu beitragen, Entscheidungen schneller zu treffen. Schwarz fasst das Ziel der Reform so zusammen: Die neue Gremienstruktur solle den Verband „schneller und schlagkräftiger“ machen.






































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