„Heute weiß ich nicht nur, was meine Herden leisten – sondern auch, was sie tatsächlich verdienen“
Links: Jürgen Terhorst, rechts: Vincent Beijer.
Legehennenhalter Jürgen Terhorst arbeitet seit Jahren datenbasiert. Nach zwei Jahren Zusammenarbeit mit dem niederländischen Unternehmen Laying Hen Pros – einschließlich einer kritischen Phase im Winter – sprechen die Ergebnisse für sich: In der 100. Legewoche erreichte eine Herde ein Rekordergebnis.
Jürgen Terhorst verfügte schon lange über eine große Menge an Betriebsdaten. Sein Unternehmen mit 763.000 Legehennen, verteilt auf sieben Standorte in Deutschland mit 21 Bodenhaltungs- und zwei Freilandherden, arbeitet seit Jahren mit Klimacomputern und täglichen Auswertungen.
Doch eine entscheidende Information fehlte ihm.
„Ich wusste, wie meine Herden technisch performten. Aber welchen wirtschaftlichen Ertrag sie tatsächlich brachten und ob ich den richtigen Zeitpunkt für die Ausstallung gewählt hatte, konnte ich nicht genau beurteilen.“
Vor zwei Jahren änderte sich das. Seit Beginn der Zusammenarbeit mit Laying Hen Pros (LHP) wurde die Datenauswertung Schritt für Schritt erweitert. Das Ergebnis: mehr Transparenz und bessere technische Leistungen.
Wöchentliche Auswertungen schaffen Transparenz
Kern der Zusammenarbeit sind detaillierte Wochenberichte für jeden Standort. Sie enthalten sowohl technische als auch wirtschaftliche Kennzahlen.
Ausgewertet werden unter anderem:
- Eiqualität und Eiererlöse je Herde,
- Futterkosten und Futterüberschuss,
- wirtschaftliches Ergebnis in den letzten 20 bis 30 Wochen der Herdenlaufzeit.
Ein Ampelsystem mit fünf Farbstufen – von Dunkelgrün bis Rot – macht auf einen Blick sichtbar, wo Handlungsbedarf besteht.
Die Ergebnisse werden mit von Laying Hen Pros entwickelten Zielwerten verglichen, die auf eine Herdenlaufzeit von 110 Wochen ausgelegt sind und damit über den üblichen Branchenwerten liegen.
"„Laying Hen Pros motiviert uns, gemeinsam mit unseren Futterberatern für jede neue Herde ehrgeizige Ziele zu setzen“, sagt Jürgen Terhorst."
Regelmäßiger Austausch mit allen Beteiligten
Die Berichte werden jede Woche gemeinsam mit Jürgen Terhorst, Vincent Beijer von Laying Hen Pros und den Futterlieferanten besprochen.
Dadurch kennen alle Beteiligten jederzeit den aktuellen Stand und können schnell reagieren. Für Terhorst ist das besonders wichtig, denn er steuert seinen Betrieb aus einer Entfernung von rund 820 Kilometern und ist nur vier- bis fünfmal pro Jahr persönlich vor Ort.
Eine Winterphase wurde zur Bewährungsprobe
Die Herde, die später das Rekordergebnis in der 100. Legewoche erzielte, geriet während des Winters unter Druck.
Innerhalb einer Woche sank die Legeleistung plötzlich um vier Prozentpunkte. Gleichzeitig fiel die Bruchfestigkeit der Eier von 40,0 auf 29,5 Newton.
Beide Veränderungen wurden sofort in den Wochenberichten sichtbar.
Daraufhin untersuchten Futterberater und Hoftierarzt den Bestand. Gemeinsam mit den vorhandenen Betriebsdaten konnten sie die Ursache im Stallklima identifizieren. Nach entsprechenden Anpassungen erholte sich die Herde und entwickelte sich anschließend außergewöhnlich gut.
"„Dieses Beispiel zeigt, wie viel wir gemeinsam lernen. Und weil wir inzwischen immer mehr Herden begleiten, lernen wir auch immer schneller“, erklärt Vincent Beijer."
Nach seiner Einschätzung war der Erfolg jedoch nur möglich, weil die Mitarbeitenden auf den Betrieben täglich für eine konsequente Umsetzung sorgen.
Rekordergebnis in der 100. Legewoche
In der 100. Legewoche erreichte die Herde ein Ergebnis, das laut Laying Hen Pros in der Praxis nur selten erzielt wird und für den Betrieb von Jürgen Terhorst einen neuen Bestwert darstellt.
Die wichtigsten Kennzahlen:
- 503 Eier je eingestallter Henne
- Futterverwertung: 2,09
- Verlustrate: 7,8 Prozent
Der Vergleich mit der vorherigen Herde am gleichen Standort zeigt laut Unternehmen die deutlichen Fortschritte.
| Kennzahl | vorherige Herde
| letzte Herde
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Eier je eingestallter Henne (100. Legewoche)
| 488,5
| 503,0 (▲ 14,5)
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Kilogramm Ei je eingestallter Henne (100. Legewoche)
| 29,3
| 30,4 kg (▲ 1,1 kg)
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Futterverwertung
| 2,15
| 2,09 (▼ 0,06)
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| Verlustrate | 9,9 % | 7,8 % (▼ 2,1 Prozentpunkte)
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"„Ich wusste nicht genau, was ich von der Zusammenarbeit erwarten sollte. Aber ich hätte nie gedacht, dass wir in vergleichsweise kurzer Zeit so große Fortschritte erzielen würden.“ Jürgen Terhorst"
Struktur als Grundlage für weiteres Wachstum
Für Jürgen Terhorst ist datenbasiertes Arbeiten kein Selbstzweck. Es hilft ihm vielmehr, auch einen großen Betrieb übersichtlich und steuerbar zu führen – und schafft die Voraussetzungen für weiteres Wachstum.
Die Betriebsdaten, die regelmäßigen Auswertungen und der Austausch mit den Fachberatern bilden für ihn ein System, auf das er sich verlassen kann. Dadurch sieht sich Terhorst gut aufgestellt, um seinen Betrieb künftig weiter auszubauen – unabhängig davon, wo sich neue Entwicklungsmöglichkeiten ergeben.
Über Laying Hen ProsVincent Beijer gründete 2025 gemeinsam mit seinen beiden Söhnen das Unternehmen Laying Hen Pros. Das niederländische Unternehmen ist ein unabhängiger Datendienstleister für Legehennenhalter und arbeitet ohne wirtschaftliche Verbindungen zu Futtermittel- oder Junghennenunternehmen. Begonnen hat Vincent Beijer im Jahr 2020 mit der Auswertung von 13 Herden in einfachen Tabellen. Heute betreut Laying Hen Pros 43 Herden mit mehr als 1,3 Millionen Legehennen. Nach Angaben des Unternehmens basiert dieses Wachstum nicht auf Marketingmaßnahmen, sondern auf Empfehlungen zufriedener Kunden. Kennen Sie das? Sie verfügen über zahlreiche Betriebsdaten, haben aber das Gefühl, deren Potenzial noch nicht vollständig auszuschöpfen? Und Sie möchten Ihre Herdenleistungen gezielt verbessern? Dann möchte Laying Hen Pros Legehennenhalter dabei unterstützen, ihre Betriebsdaten besser zu nutzen und fundierte Managemententscheidungen zu treffen. Weitere Informationen: www.layinghenpros.com
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Laying Hen Pros
Bild:
Laying Hen Pros
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