Schweine, Kartoffeln und Zwiebeln gehören bereits zum Betrieb von Familie Veenaas aus Wielen. Jetzt kommt die Hähnchenmast hinzu. Mit dem neuen Stall ist der Grundstein für die weitere betriebliche Entwicklung gelegt. Der Tag der offenen Tür beim neuen Stall stieß auf großes Interesse.
Die Parkplätze beim neuen Stall waren gut belegt und das Interesse von Berufskolleginnen und Berufskollegen war groß beim Tag der offenen Tür, Den hat Familie Veenaas aus dem niedersächsischen Wielen (Landkreis Grafschaft Bentheim) bei ihrem neuen Hähnchenmaststall durchgeführt.
Legehennen waren keine Option
Betriebsleiter Jörn Veenaas erzählt, warum er und seine Familie sich bei der Weiterentwicklung ihres Betriebes für die Hähnchenmast entschieden haben: „Wir wollten in die Geflügelhaltung einsteigen, aber dafür nicht viel zusätzliche Ackerfläche verlieren, wie das bei einer Freilandhaltung von Legehennen der Fall wäre. Wir sehen beim Geflügelfleisch generell eine größere Zukunft als etwa bei Schweinefleisch. Geflügelfleisch ist beliebt, unter anderem, weil es einfach und vielseitig zuzubereiten ist.“
Außerdem sprachen für seine Familie die stark gestiegenen gesetzlichen Anforderungen gerade in der Sauenhaltung gegen eine Investition in diesem Sektor. Ein Standbein des Betriebes ist die Schweineproduktion im geschlossenen System. Für Familie Veenaas war von Anfang an klar, dass sie einen Stall bauen wollten, mit dem sie offen für eine Vermarktung in die benachbarte Niederlande oder auch in Deutschland sein wollten. Ihr Betrieb liegt nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt.
Flexible Ausgestaltung des Stalles
Gebaut haben sie einen Stall für knapp 30.000 Masthähnchen. Er passt von der Ausgestaltung für das niederländische Beter-Leven-Programm, 1 Stern. Besonderes Merkmal ist der integrierte Wintergarten, der den Tieren zusätzlichen Raum und mehr Möglichkeiten zur Ausübung ihres natürlichen Verhaltens bietet. Theoretisch könnte der Stall auch für die deutsche Haltungsform 3 genutzt werden.
Von der ersten Idee bis zum fertigen Masthähnchenstall hat es etwa drei Jahre gedauert. Die eigentliche Baugenehmigung kam rund eineinhalb Jahre nach Antragstellung. „Davor hatten wir bereits etwa eineinhalb Jahre in die Planung investiert“, so Jörn Veenaas.
Bei Berufskollegen viel informiert
Nachdem sie die Hähnchenmast als Betriebszweig ins Auge gefasst hatten, hat sich die Familie verschiedene Betriebe und Ställe angeschaut, sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland. Dabei vergleichen sie verschiedene Systeme miteinander: „Wir haben uns im Vorfeld viele verschiedene Betriebe angeschaut und versucht, möglichst viele Erfahrungen aus der Praxis in unsere Entscheidung einfließen zu lassen“, berichtet der künftige Hähnchenmäster.






































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