Yannick Henningsen und seine Freundin Lea Jesske
Die steigende Nachfrage nach Geflügelfleisch verändert die Landkarte der Geflügelmast. Immer mehr Landwirte wagen den Einstieg – auch fernab der klassischen Intensivregionen. Einer von ihnen ist Yannick Henningsen aus der Nähe von Flensburg. Der Schleswig-Holsteiner setzt mit seinem neuen Hähnchenmaststall auf einen wachsenden Markt.
Yannick Henningsen ist schon während seiner Ausbildung zum Landwirt in Berührung mit der Hähnchenmast gekommen. Das Interesse daran ist geblieben und hatte für ihn die Konsequenz, dass er jetzt einen neuen Hähnchenmaststall mit knapp 30.000 Plätzen gebaut hat. Mit einem Tag der offenen Tür wurde dieser jetzt eingeweiht.
Schon früh Kontakt zur Hähnchenmast
„Mein Vater hatte neben unserem landwirtschaftlichen Betrieb ein Lohnunternehmen. Es gab einen Kunden, für den wir Hähnchenmist gefahren haben“, erzählt der 27-Jährige. Durch den Kontakt zum Berufskollegen wuchs bei ihm das Interesse an diesem Betriebszweig – auf Schleswig-Holsteins Betrieben heute noch eher die Ausnahme.
Doch das Interesse speziell an der Hähnchenmast nimmt auch im nördlichsten Bundesland zu, weiß Yannick Henningsen. Er hat nach landwirtschaftlicher Ausbildung und höherer Landbauschule vor eineinhalb Jahren den elterlichen Betrieb in Hürup bei Flensburg (Landkreis Schleswig-Flensburg) übernommen. Zudem arbeitet er derzeit im Außendienst für eine große Geflügelintegration und betreut Schleswig-Holstein und das nördliche Mecklenburg-Vorpommern.
Auch Interesse bei viehlosen Betrieben
Dass viele Berufskollegen, Schweine- und Rinderhalter, mit einem Umstieg auf die Hähnchenmast liebäugeln, bekommt er nicht nur als Außendienstler mit. Auch beim Tag der offenen Tür bei seinem neuen Hähnchenstall waren viele interessierte Landwirte vor Ort: „Die Resonanz war sehr gut und auch sehr positiv“, erzählt er. Auch viehlose Betriebe mit ausschließlich Ackerbau haben Interesse.
Die Baugenehmigung für den neuen Stall hatten Yannick Henningsen und sein Vater bereits vor vier Jahren erhalten. Die Planung war, zuerst Ausbildung und Hofübergabe abzuschließen und dann mit dem Stallbau zu starten. So ist es jetzt auch umgesetzt. „Der Standort passte emissionstechnisch und wir haben uns frühzeitig mit dem Landkreis in Verbindung gesetzt“, so der junge Landwirt.

































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