Geflügelpest-Ticker 2026 – aktuelle Vogelgrippe Fälle im Überblick
30 Juli 2026
Biosicherheit
Die Geflügelpest (Vogelgrippe, H5N1) grassierte im Herbst und Winter 2025/2026 in Deutschland. Doch auch aktuell treten neue Fälle auf. Auf dieser Seite finden Sie im Geflügelpest-Ticker 2026 aktuelle Informationen, zum Beispiel über bestätigte Fälle in Geflügelbetrieben oder Entwicklungen in der Wildvogelpopulation.
Letztes Update: 30. Juli 2026
Neuer Fall bei Putenelternhaltung in Friesland (30.7. 2026)
Die Geflügelpest ist in Niedersachsen erneut aufgetreten. Im Landkreis Friesland wurde das hochpathogene Aviäre-Influenza-Virus H5N1 in einer Putenelterntierhaltung mit rund 6.800 Tieren nachgewiesen. Der Betrieb wird geräumt, während die Behörden Sperrzonen einrichten und alle Geflügelhalter zu strikter Biosicherheit aufrufen.
Im Landkreis Friesland ist die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) ausgebrochen. Betroffen ist eine Putenelterntierhaltung in der Gemeinde Wangerland mit rund 6.800 Tieren. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) wies zunächst ein Influenza-A-Virus des Subtyps H5 nach. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte anschließend den hochpathogenen Erreger H5N1. Darüber informierte der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschft, NGW.
Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, wird der betroffene Bestand gekeult. Der Landkreis Friesland richtet zudem die gesetzlich vorgeschriebenen Restriktionszonen ein. Dazu gehören eine Schutzzone mit einem Radius von mindestens drei Kilometern sowie eine Überwachungszone von mindestens zehn Kilometern rund um den Betrieb. Die zuständige Veterinärbehörde will die Allgemeinverfügung und weitere Informationen zu den Restriktionsgebieten zeitnah veröffentlichen. Geflügelhalter werden daran erinnert, Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen, um eine weitere Verbreitung der Geflügelpest zu verhindern.
H5N1 in Kleinsthaltung in der Wesermarsch (02.07. 2026)
Das Vetreinäramt des Zweckverbandes teilte mit, dass das FLI – Friedrich-Loeffler-Institut die hochpathogene Aviäre Influenza H5N1 in einer Kleinsthaltung im Landkreis Wesermarsch (Niedersachsen) bestätigt hat. Darüber informierte der NGW, Landesverband Niedersächsische Geflügelwirtschaft. Der Tierbestand in der Gemeinde Lemwerder mit ca. 35 Hühnern und Enten wurde bereits tierschutzgerecht getötet. Sperrzonen wurden nicht eingerichtet. Nach Mitteilung des Zweckverbandes haben sich die Tiere der betroffenen Haltung wahrscheinlich durch Wildvögel infiziert. Der Betrieb liegt in der Nähe von Gewässern und Bereichen, in denen sich viele Wildvögel aufhalten.
In Anbetracht des aktuellen AI H5N1-Nachweises im Landkreis Wesermarsch bittet der NGW alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter, die Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen strikt einzuhalten, um nicht nur den eigenen Tierbestand, sondern auch benachbarte Geflügelbestände zu schützen.
Zudem sollte jeder Betribe prüfen, ob die Geflügelbestände entsprechend der tatsächlichen Tierzahlen richtig gemeldet sind. Zu wenig gemeldete Tierzahlen führen im Tierseuchenfall zu empfindlichen Kürzungen bei den Erstattungen für die Tierwert-Entschädigungen und den Tötungs- und Räumungskosten sowie der Reinigungs- und Desinfektionsbeihilfe.
Stallpflicht jetzt auch in Österreich beendet (14.06. 2026)
Im November vergangenen Jahres wurden österreichweit „Gebiete mit stark erhöhtem Geflügelpestrisiko“ von Seiten des Bundes ausgerufen. Damit einher ging für die betroffenen Gebiete eine Stallpflicht für Geflügel. Diese bis dato gültige Stallpflicht für Geflügel in Gebieten mit stark erhöhtem Vogelgrippe-Risiko ist jetzt österreichweit aufgehoben worden. Darüber informierte die Bauernzeitung Österreich.
Die Situation habe sich zwar in den vergangenen Wochen deutlich entspannt, trotzdem müsse nach wie vor damit gerechnet werden, dass das Vogelgrippevirus noch in der Wildvogelpopulation zirkuliere. Das gelte vor allem bei Wildwasser- und Greifvögeln. Die Gefahr eines Eintrag in Geflügelhaltungen bestehe deshalb weiterhin, so das Landesveterinäramt. Ganz Österreich bleibt daher weiterhin als Gebiet mit erhöhtem Vogelgrippe-Risiko eingestuft.
Schleswig-Holstein: Lange Aufstallpflicht zuende (25.05. 2026)
Seit dem 29. Oktober 2025 galt in den schleswig-holsteinischen Landkreisen Nordfriesland und Dithmarschen eine Aufstallungspflicht für Betriebe mit mehr als 49 Tieren entlang der Küsten und größerer Gewässer. Diese Maßnahme ist jetzt aufgehoben, das teilten die Kreise mit. Als Begründung nannten die Landkreise, dass die Zahl der Wildvögel nach Ende des Vogelzugs deutlich zurückgegangen sei. Das gelte besonders für Wildgänse. Damit sinke auch das Risiko einer Geflügelpest-Infektion für Hausgeflügelbestände.
Trotz der Lockerung weist der Kreis darauf hin, dass das Virus weiterhin bei einigen wildlebenden Vogelarten nachgewiesen wird. Auch das Friedrich-Loeffler-Institut teilt diese Einschätzung. Tierhalter sollen deshalb weiterhin auf Biosicherheitsmaßnahmen achten und ihre Bestände bestmöglich schützen.
Private Hobbyhaltung in Mecklenburg-Vorpommern betroffen (10.05. 2026)
In Kaeselow bei Lützow (Landkreis Nordwestmecklenburg) ist in einer privaten Hobbygeflügelhaltung die Geflügelpest ausgebrochen. Innerhalb kürzester Zeit seien dort fünf Hühner verendet, heißt es in einer Mitteilung vom Landkreis. Da es sich um eine Kleinsthaltung ohne Kontakt zu anderen Geflügelbeständen handle, gebe es keine Sperrzone.
Landrat Tino Schomann riet Geflügelhaltern dennoch, wachsam zu bleiben und das Veterinäramt des Landkreises fordert auf, weiter Sicherheitsmaßnahmen zu befolgen.
Auch in Hamburg endet in Kürze das Aufstallgebot (01.05. 2026)
Auch in Hamburg endet in Kürze das Aufstallgebot für gehaltenes Geflügel. Es galt dort seit dem 31. Oktober vergangenen Jahres. Wie die Behörden bekannt gaben, heben die Bezirksämter die entsprechende Verfügung zum 4. Mai 2026 auf.
Nordfriesland: Aufstallungspflicht noch in Gewässernähe (27.04.2026)
Im nördlichsten Landkreis Deutschlands, dem Landkreis Nordfriesland (Schleswig-Holstein), galt seit Ende Oktober 2025 Stallpflicht für Haltungen ab 50 Stück Geflügel, in besonders gefährdeten Gebieten auch für Hobbyhaltungen mit weniger als 50 Tieren.
Jetzt hat der Landkreis seine Anordnung zur Aufstallung teilweise aufgehoben. Nur entlang des Küstenstreifens, auf den Inseln und Halligen sowie entlang größerer Gewässer müssen Geflügelhaltungen ab 50 Tieren ihre Vögel noch im Stall behalten. Hobbyhaltungen mit weniger als 50 Tieren in diesen Gebieten sind nicht mehr betroffen. Im übrigen Kreisgebiet wird die Aufstallungspflicht komplett aufgehoben.
Niederlande: Aufstallungspflicht für Geflügel aufgehoben, außer im Gelderse Vallei (23.04.2026)
Das niederländische Ministerium hat die landesweite Aufstallungs- und Abschirmpflicht für Geflügel aufgehoben. Grundlage ist eine gesunkene Infektionslage in Europa. Nur in der Gelderse Vallei bleibt die Maßnahme wegen hoher Betriebsdichte bestehen.
Die Aufstallungs- und Abschirmpflicht galt seit dem 16. Oktober 2025. Die Entscheidung wurde auf Grundlage einer neuen Risikobewertung durch die Expertengruppe Tierkrankheiten getroffen. Da die Zahl der Infektionen in Geflügelbetrieben in Europa in letzter Zeit zurückgegangen ist und auch die Zahl der Meldungen von Wildvögeln mit der Tierkrankheit abnimmt, hat die Expertengruppe Tierkrankheiten die Wahrscheinlichkeit einer neuen Infektion am 14. April als „mäßig“ eingeschätzt. Anfang März wurde das Risiko einer neuen Infektion noch als „sehr hoch“ bezeichnet.
Staatssekretär Silvio Erkens betont, dass mit der Aufhebung der Stallpflicht auch dem Wunsch nach Freilandhaltung Rechnung getragen wird, obwohl das Infektionsrisiko dadurch steigen kann. Die Lage werde weiterhin genau beobachtet, da die Vogelgrippe unberechenbar bleibe.
Landkreis Stormarn hebt Stallpflicht auf (18.04.2026)
Der Landkreis Storman (Schleswig-Hostein) hat die allgemeine Stallpflicht für gehaltenes Geflügel aufgehoben. Um die Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern, mussten Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter seit dem 30. Oktober 2025 Gruppen mit mehr als 50 Tieren in Ställen unterbringen. Nach neuer Risikobewertung sei diese Maßnahme jetzt nicht mehr erforderlich, so der Landkreis. Die Tiere dürfen wieder ins Freie. Ein Sprecher sagte, dass seit längerer Zeit keine Wildvögel mit Geflügelpest im Kreis gefunden wurden.
Im Landkreis Hameln-Pyrmont darf Geflügel wieder nach draußen (12.04.2026)
Für alle geflügelhaltenden Betriebe mit mehr als 50 Tieren war am 12. März 2026 per Allgemeinverfügung des Landkreises Hameln-Pyrmont eine Aufstallungspflicht in Kraft getreten. Diese Regelung endete nun wie geplant. Das berichtet die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung. Trotz des Auslaufens der Maßnahme bleibe aber die Gefährdungslage bestehen, so der Landkreis.
Weitere Landkreise in Niedersachsen beenden Stallpflicht (12. 04. 2026)
Die seit November 2025 geltende Stallpflicht für Geflügel im Landkreis Aurich und der Stadt Emden (Niedersachsen) ist zum 11. April 2026 aufgehoben worden. Die wegen der Vogelgrippe angeordnete Aufstallung für Bestände mit mehr als 50 Tieren endet, da das Risiko als gesunken eingestuft wird. Trotz Aufhebung wird zur Vorsicht geraten.
Ebenfalls aufgehoben ist die Stallpflicht im benachbarten Landkreis Leer. Nach einem Geflügelpest-Ausbruch in Moormerland im März wurden die Restriktionszonen (Schutz- und Überwachungszone) erfolgreich aufgehoben, da keine weiteren Fälle festgestellt wurden. Geflügel darf somit im gesamten Landkreis wieder ins Freie.
In ganz Österreich keine Stallpflicht mehr (05.04.2026)
In Österreich galt wegen der Vogelgrippe seit Mitte November 2025 Stallpflicht für gehaltenes Geflügel ab 50 Tieren in Gemeinden, die entlang größerer Wasserläufe und Seen liegen. Für diese galt ein "stark erhöhtes Vogelgrippe-Risiko". Betroffen waren Kommunen in allen neun Bundesländern. Ab dem Osterwochenende ist die Stallpflicht österreichweit ausgesetzt.
Wegen abnehmender Intensität der Vogelgrippe-Nachweise bei Wildvögeln hat das Gesundheitsministerium die geltenden Schutzmaßnahmen überarbeitet und das Risiko zu bundesweit "erhöht" herabgestuft.
Niedersachsen: Region Hannover hebt Stallpflicht auf (04.04.2026)
In Niedersachsen hat mit der Region Hannover ein weiterer Landkreis die bestehende Stallpflicht für gehaltenes Geflügel aufgehoben. Die Stallpflicht war Ende Oktober vergangenen Jahres zum Schutz vor der Geflügelpest angeordnet worden. Nach aktueller Bewertung der Gefährdungslage sei diese Maßnahme nun nicht mehr erforderlich, teilte die Regionsverwaltung mit.
Schleswig-Holstein: Weitere Landkreise heben Stallpflicht auf (02.04.2026)
In Schleswig-Holstein haben zwei weitere Landkreise die generelle Stallpflicht für gehaltenes Geflügel aufgehoebn. Im Landkreis Steinburg besteht seit dem 1. April 2026 keine Stallpflicht mehr. Bestehen bleiben zunächst noch Geflügelmärkte, Geflügelbörsen oder der mobile Geflügelhandel.
Ebenfalls zum 1. April aufgehoben ist die Stallpflicht im Landkreis Pinneberg. Hier wurde das Verbot von Geflügel-Ausstellungen ebenfalls aufgehoben.
Im Landkreis Stormarn gilt die Stallpflicht weiterhin. Auch im Landkreis Segeberg bleibt es laut Pressestelle vorerst bei Auflagen für Bestände ab 50 Tieren.
Landkreis Minden-Lübbecke empfiehlt weiter Aufstallung (01.04.2026)
In den vergangenen Wochen häufen sich im nordrhein-westfälischen Landkreis Minden-Lübbecke erneut die Funde von an Geflügelpest verendeten Wildvögeln. Der Rückzug der Wildvogelschwärme aus den Winterquartieren sei im vollen Gange und auch erkrankte Tiere zögen zurück in das Kreisgebiet, so eine Information der Behörde.
Deshalb ruft das Veterinäramt weiterhin zu erhöhter Wachsamkeit und strikter Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen auf. Es wird dringend empfohlen, das Geflügel weiter aufzustallen oder unter geschlossenen Einrichtungen zu halten, auch wenn die Verpflichtung dazu erloschen ist.
Schweiz hebt Stallpflichten für Geflügel auf (31.03.2026)
In der Schweiz galt seit November 2025 in bestimmten Regionen mit viel Wildvögeln eine Stallpflicht für gehaltenes Geflügel bzw. die Beschränkung des Auslaufs auf geschützte Bereiche. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hebt die Schutzmassnahmen gegen die Vogelgrippe nun auf. Die Ansteckungsgefahr für Hausgeflügel durch Wildvögel sei gesunken, da der Vogelzug weitgehend abgeschlossen ist.
Seit Mitte Februar seien in der Schweiz keine neuen Fälle mehr bei Wildvögeln festgestellt worden, teilte das BLV mit.
Geflügelhaltende bleiben dennoch zur Wachsamkeit aufgerufen. Bei verdächtigen Symptomen wie Atembeschwerden oder einem Rückgang der Legeleistung sollen sie einen Tierarzt informieren. Die Bevölkerung soll tote Wildvögel nicht berühren, sondern die Funde der Polizei oder der Wildhut melden.
Herzogtum Lauenburg hebt Stallpflicht auf (27.03.2026)
Der schleswig-holsteinische Landkreis Herzogtum Lauenburg hat die Stallpflicht für gehaltenes Geflügel an 50 Tieren aufgehoben. Dort dürfen auch wieder Ausstellungen und Geflügelmärkte stattfinden. Die Stallpflicht sei inzwischen nicht mehr verhältnismäßig, urteilt das Veterinäramt des Kreises. Das Risiko, die Vogelgrippe weiterzuverbreiten, ist demnach zu gering. Die Aufstallpflicht galt seit dem 30. Oktober 2025.
Auch Landkreis Ammerland beendet Stallpflicht (26.03.2026)
Niedersachsen war in diesem Herbst/Winter stark von der Geflügelpest betroffen. Ein Großteil der niedersächsischen Landkreise erließ vorsorgliche Stallpflicht für gehaltenes Geflügel. In den vergangenen Wochen hoben bereits viele Landkreise die Anordnung auf, dazu gehören die geflügelstarken Landkreise Cloppenburg, Vechta, Emsland, Grafschaft Bentheim und Oldenburg. Jetzt hebt auch der Landkreis Ammerland das Aufstallungsgebot für gehaltenes Geflügel in Beständen ab 50 Stück auf.
Immer wieder Meldungen zu wild lebenden Tieren (25.03.2026)
Die Meldungen zu Geflügelpest-Infektionen in kommerziellen Haltungen sind merklich zurückgegangen. Dennoch sollten Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter die Seuche weiter im Blick haben. Quasi täglich gibt es aus verschiedenen Regionen Deutschlands Meldungen über verendete Wildvögel, bei denen Geflügelpest festgestellt wurde. So traf es jüngst im Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen) Wildgänse. Dort wurden laut Landkreis mehr als 30 tote Wildgänse geborgen, die untersuchten acht Tiere hatten Geflügelpest.
Im Tierseucheninformationssystem (TSIS) des Friedrich-Loeffler-Instituts, FLI, sind allein im aktuellen Monat März bereits 392 Fälle bei wildlebenden Tieren aufgelistet. Am häufigsten tauchen dort Wildgänse, Schwäne und Wildenten auf. Aber auch Beutegreifer wie Bussarde, Habicht oder Falken stehen auf der Liste.
Ebenso vertreten sind einzelne Fälle bei Füchsen in Thüringen, Hessen und Nordrhein-Westfalen wowie bei Waschbären in Hessen und Thüringen.
Zwei neue Fälle in den Niederlanden (23.03.2026)
Nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt wurde in der Gemeinde Coevorden auf einem Legehennenbetrieb Vogelgrippe festgestellt. Die rund 24.000 Tiere des Betriebs werden getötet. Einen weiteren Fall gibt es in der Gemeinde Moerdijk in der Provinz Nordbrabant. Hier wurde Vogelgrippe auf einem Hähnchenmastbetrieb nachgewiesen. Die rund 14.000 Tiere des Betriebs werden getötet.
Gemischtbetrieb im Landkreis Börde betroffen (21.03.2026)
Im Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) gibt es einen weiteren Fall von Geflügelpest. Betroffen ist eine gemischte Geflügelhaltung.
Bei diesem Ausbruch handelt es sich um den zweiten Ausbruch im Landkreis Börde seit dem 1. März diesen Jahres. Der neue Fall befindet sich jedoch außerhalb bereits festgelegter Restriktionszonen.
Weiter Stallpflicht nördlich von Hamburg (21.03.2026)
Den Landkreis Segeberg (Schleswig-Holstein) erreichten nach eigenen Angaben vermehrt Anfragen, ob die kreisweite Stallpflicht für Geflügel aufgehoben wird. Die gilt wegen der Geflügelpest seit Ende Oktober 2025. Das Veterinäramt stellte aber klar, dass "der Infektionsdruck noch immer sehr hoch" sei. Die Stallpflicht für Betriebe ab 50 Stück Geflügel gelte daher weiter. Seit Jahresbeginn seien mehr als 60 tote Wildvögel eingesammelt worden. Bei elf dieser Vögel ist demnach eine Infektion mit der Geflügelpest nachgewiesen worden. Bei mehr als 20 Vögeln stehe das Ergebnis noch nicht fest.
Das Landwirtschaftsministerium bekräftigt auf Anfrage von NDR Schleswig-Holstein, dass aktuell der Vogelzug stattfinde und Geflügelhalter deshalb unbedingt die Schutzmaßnahmen gegen die Geflügelpest einhalten sollten. Der Kreis Segeberg prognostiziert eine Verbesserung ab April. Mit zunehmender Sonneneinstrahlung und höheren Temperaturen werde das Geflügelpestvirus inaktiviert.
Im Landkreis Pinneberg gilt die Stallpflicht nur noch für Betriebe ab 50 Stück Geflügel. Laut einer Kreissprecherin galt zuvor eine noch strengere Stallpflicht für alle Betriebe, unabhängig von der Anzahl an Tieren.
Landkreis Höxter rät zu Aufstallung entlang der Weser (18.03.2026)
Weil im Landkreis Höxter (Nordrhein-Westfalen) ein verendeter Storch mit Geflügelpest gefunden wurde, rät der Landkreis Geflügelhaltern insbesondere entlang der Weser, ihre Tiere abzuschirmen.
Erst in der vergangenen Woche war ein Fall bei einem verendeten Bussard im benachbarten Landkreis Holzminden bekannt geworden. Zuvor waren in der Region zwei Schwäne der Seuche zum Opfer gefallen.
Im Harz wird Stallpflicht verlängert (18.03.2026)
Im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt) bleibt die Aufstallungspflicht für Geflügel weiterhin bestehen. Eine Entwarnung bei der Geflügelpest gibt es derzeit nicht. Die vom Kreisveterinäramt am 28. Januar 2026 erlassene Anordnung gilt bis auf Weiteres für das gesamte Kreisgebiet.
Die Lage wird weiterhin als angespannt eingeschätzt, weil es verschiedentlich Funde von Wildvögeln gab, die mit der Vogelgrippe infiziert waren.
Mehrere Vogelgrippe-Fälle in Kleinstbeständen (16.03.2026)
Das Veterinäramt des Zweckverbandes Jade-Weser teilt mit, dass im Landkreis Friesland (Niedersachsen) in der Gemeinde Wangerland das Geflügelpestvirus nachgewiesen wurde. Betroffen ist eine Kleinsthaltung mit ca. 20 Hühnern. Eine Sperrzone wird nicht eingerichtet.
Im Landkreis Warendorf (Nordrhein-Westfalen) ist eine kleine Hobbyhaltung mit nur wenigen Hühnern und Enten betroffen.
Im Landkreis Weimarer Land (Thüringen) gibt es einen Vogelgrippe-Verdacht in einem Kleinbestand in Weimar.
Landkreise in Niedersachsen beenden Stallpflicht (15.03.2026)
Niedersachsen war im vergangenen Herbst/Winter stark von der Vogelgrippe betroffen. Viele Landkreise hatten kreisweite Stallpflicht erlassen, in einigen wurde sie bereits wieder aufgehoben. Jetzt folgen weitere sechs Landkreise. In den gesamten Kreisgebieten von Bad Bentheim, dem Emsland, Rotenburg, Stade, Cuxhaven und von Osterholz ist die Aufstallungsanordnung für Geflügelhaltungen ab 50 Stück ab dem 14. März 2026 aufgehoben.
Der Landkreis Osterburg schreibt dazu, dass die Anzahl gemeldeter Totfunde bei Wildvögeln stark zurückgegangen sei und die Überlebenswahrscheinlichkeit des Geflügelpestvirus durch das beginnende Frühlingswetter verringert werde.
Aufstallpflicht im gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont (13.03.2026)
Im Landkreis Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) wurde aktuell bei drei Wildvögeln in unterschiedlichen Regionen das Geflügelpestvirus nachgewiesen. Vor diesem Hintergrund hat die Behörde jetzt für alle geflügelhaltenden Betriebe mit mehr als 50 Tieren eine Aufstallungspflicht angeordnet.
Restriktionsgebiete rund um infizierten Kleinstbestand in Erfurt (13.03.2026)
In einer nicht-gewerblichen Geflügelhaltung in einem Stadtteil von Erfurt (Thüringen) mit rund 50 Tieren ist ein Ausbruch der Geflügelpest, der Aviären Influenza HPAI verzeichnet worden. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Nach der amtlichen Feststellung wurden um den betroffenen Bestand eine drei Kilometer weite Schutzzone sowie eine zehn Kilometer weite Überwachungszone eingerichtet.
Kleine Legehennenhaltung in Bayern betroffen (13.03.2026)
Im bayerischen Landkreis Dachau bei München gibt es einen Vogelgrippe-Ausbruch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mit einem Kleinbestand von 72 Hühnern. Dort waren in eineinhalb Tagen mehr als ein Drittel der Tiere verendet, die restlichen Hennen wurden getötet. Das Veterinäramt Dachau hat rund um den Bestand in Wiedenzhausen entsprechende Restriktionszonen eingerichtet.
Vogelgrippe an der Mecklenburgischen Seenplatte (12.03.2026)
In Wesenberg bei Neustrelitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Brandenburg) ist die Geflügelpest in einem Putenbetrieb ausgebrochen. 7.000 Tiere müssen nach Angaben der Behörden getötet werden. Der Kreisverwaltung hat nach dem Nachweis des H5N1-Virus sofort eine Schutzzone von drei und eine Überwachungszone von zehn Kilometern rund um den betroffenen Betrieb eingerichtet. Seit dem ersten Vogelgrippefall in dieser Saison gilt im Landkreis eine Aufstallpflicht für Bestände mit mehr als 5.000 Stück Geflügel.
Geflügelpest in Polen: Restriktionen auf deutscher Seite (11.03.2026)
Ein Geflügelbestand im polnischen Ort Piasek wurde positiv auf das H5N1-Virus getestet. Piasek liegt nahe der deutschen Grenze. Über den Ausbruch informierte das brandenburgische Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Rund um den Ausbruchsort wurden eine Schutzzone mit einem Radius von mindestens drei Kilometern und eine Überwachungszone mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern eingerichtet. Davon betroffen sind auch Teile der Landkreise Uckermark und Barnim.
Geflügelpest in Putenmastbetrieb im Landkreis Elbe-Elster, Brandenburg, nachgewiesen (09.03.2026)
Im Landkreis Elbe-Elster ist in einem Putenmastbetrieb mit etwa 4.800 Tieren die Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Es handelt sich somit um den 20. Geflügelpestausbruch im Land Brandenburg in einem Nutzgeflügelbestand seit dem letzten Herbst.
In dem Betrieb waren erhöhte Tierverluste aufgetreten. Das Veterinäramt des Landkreises Elbe-Elster wurde unverzüglich informiert und hat amtliche Proben entnommen. Der Bestand wurde sofort gesperrt.
Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat die nachfolgend amtlich entnommenen Proben untersucht und das aviäre Influenzavirus vom Subtyp H5N1 nachgewiesen. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden heute durch das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut, bestätigt.
Kleinbestand im Landkreis Lüneburg mit Vogelgrippe (09.03.2026)
Das Friedrich-Loeffler-Institut hat einen Vogelgrippe-Verdachtsfall im Landkreis Lüneburg (Niedersachsen) in der Gemeinde Amt Neuhaus bestätigt. Es wurde der hochpathogene Serotyp H5N1 nachgewiesen. Die rund 30 Hühner, Enten und Gänse wurden getötet. Der Landkreis hat von der Ausnahmeregelung Gebrauch gemacht, dass nach dem EU-Recht für Geflügelbestände bis 50 Tiere, die von der Vogelgrippebetroffen sind, keine Sperrzonen eingerichtet werden müssen.
Landkreise in Niedersachsen beenden Stallpflicht (07.03.2026)
In einem Großteil der Landkreise Niedersachsens galten seit Oktober des vergangenen Jahres kreisweite Stallpflichten. Jetzt haben weitere Landkreise dieses Aufstallgebot, das in der Regel für Bestände mit mehr als 50 Stück Geflügel gilt, aufgehoben. Aufgehoben wurde es in den Landkreisen Cloppenburg, Vechta und Oldenburg. Diese Landkreise waren im vergangenen Herbst/Winter stark von der Geflügelpest betroffen. Die Restriktionen im Umfeld von aktuellen Fällen bleiben weiterhin gültig.
In vielen anderen Landkreisen Niedersachsens gilt weiterhin eine kreisweite Stallpflicht.
Gemischter Geflügelbetrieb im Landkreis Leer hat Geflügelpest (05.03.2026)
Der Landkreis Leer (Niedersachsen) teilt mit, dass in der Gemeinde Moormerland in einer gemischten Geflügelhaltung Geflügelpest nachgewiesen wurde. Betroffen sind etwa 80 Tiere (Legehennen, Enten, Gänse, Puten). Das Referenzlabor des FLI hat die hochpathogene Variante H5N1 bestätigt. Der betroffene Tierbestand wurde bereits getötet. Der Landkreis hat am eine Allgemeinverfügung mit der Einrichtung einer Sperrzone, bestehend aus der Schutzzone und der Überwachungszone, veröffentlicht.
Geflügelpest im Landkreis Mittelsachsen (04.03.2026)
In einer Geflügelhaltung in der Gemeinde Jahnatal im Landkreis Mittelsachsen (Sachsen) ist die Geflügelpest nachgewiesen worden. Das zuständige Friedlich-Loeffler-Institut habe den Befund am Abend bestätigt, teilte das Landratsamt mit. Der gesamte Bestand mit mehr als 2.500 Tieren muss demnach getötet werden.
Laut Landratsamt sei man über vermehrte Todesfälle in der Geflügelhaltung informiert worden. Bei einer Kontrolle wiesen zahlreiche Tiere die typischen Symptome des gefährlichen Virus auf, wie Nasen- und Augenausfluss und Fieber. Es folgte die Probenahme und die Sperre des Bestandes.
Putenbetrieb im Landkreis Börde betroffen (04.03.2026)
In Klein Oschersleben im Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) wurde die Vogelgrippe nachgewiesen. 20.000 Puten des Betriebes mussten getötet werden. Restriktionsgebiete werden entsprechend den Vorgaben eingrichtet.
Geflügelpest an der Nordseeküste (03.03.2026)
Im niedersächsischen Landkreis Leer ist in einer Geflügelhaltung in der Gemeinde Moormerland ein Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Um die Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern, wurden eine Schutzzone und eine Überwachungszone eingerichtet, innerhalb derer für Geflügelhaltungen und -transporte weitere Auflagen gelten.
In diesem Zusammenhang weist die Kreisverwaltung außerdem erneut darauf hin, dass die im November 2025 angeordnete Aufstallpflicht für mehr als 50 Stück gehaltenes Geflügel für den gesamten Landkreis Leer auch außerhalb der jetzt eingerichteten Restriktionszonen weiter gilt.
Legehennenhaltung im Landkreis Schaumburg betroffen (02.03.2026)
Der Landkreis Schaumburg (Niedersachsen) teilt mit, dass in der Stadt Bückeburg in einem Geflügelbestand Geflügelpest nachgewiesen wurde. Betroffen ist eine Legehennenhaltung mit rund 200 Tieren. Das Referenzlabor des FLI hat die hochpathogene Variante H5N1 nachgewiesen. Der betroffene Tierbestand und ein benachbarter Kontaktbestand mit einer kleinen Hobbyhaltung (Hühner und Enten) wurden bereits getötet. Der Landkreis hat eine Allgemeinverfügung mit der Einrichtung der Restriktionsgebiete veröffentlicht.
Landkreise am Niederrhein heben Stallpflicht auf (01.03.2026)
In den beiden niederrheinischen Landkreisen Kleve und Wesel (Nordrhein-Westfalen) ist die seit Ende Oktober geltende krisweite Stallpflicht für gehaltenes Geflügel aufgehoben worden. Die kreisweiten Stallpflichten resultierte aus dem immensen Vogelgrippe-Ausbruchsgeschehen im Winter 2025/26. Der Landkreis Kleve war in Nordrhein-Westfalen besonders schwer betroffen. Seit Ende Oktober 2025 verzeichneten die Veterinäre 18 Ausbrüche mit rund 340.000 betroffenen Tieren.
Laut Information des Landkreises ist das Infektionsgeschehen nun rückläufig. Weiterer Grund für die Aufhebung der Stallpflicht seien die Jahreszeit-typischen Wanderbewegungen in der Wildvogelpopulation. Für den Kreis Kleve sei ausschlaggebend, dass sich die zahllosen Wintergäste in ihre Brutgebiete zurückziehen.
Die Gefahr einer möglichen Ansteckung von Geflügel mit dem Geflügelpestvirus sei jedoch nicht gebannt: Vorsicht bleibe weiterhin geboten! In Anbetracht des Ausmaßes in diesem Winter sei davon auszugehen, dass die Viruslast in der Wildvogelpopulation und in der Umgebung in den vergangenen Jahren massiv angestiegen ist.
Der Landkreis wies zudem darauf hin, dass Geflügelhalterinnen und -halter mit Freilandhaltung verpflichtet sind, ihre Tiere wieder ins Freie zu lassen, um Eier weiterhin als Freiland- oder Bioeier vermarkten zu können.
Der Landkreis Wesel betonte, dass sich die allgemeine Aufstallungspflicht aus Sicht der Kreisverwaltung auch in diesem Winter bewährt habe.
Zwei weitere Haltungen im Kyffhäuserkreis betroffen (27.02.26)
Gut eine Woche nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einer Putenmast im Kyffhäuserkreis (Thüringen) hat die Seuche zwei weitere Geflügelhaltungen in der Region erwischt. Betroffen sind ein Betrieb mit 70 Hühnern und ein Kleinstbestand. In beiden Beständen sei das Virus H5N1 nachgewiesen worden, so das Gesundheitsministerium. Zum Schutz vor einer weiteren Verbreitung der Seuche seien die Tiere unter amtlicher Aufsicht getötet worden. Beide neu betroffenen Bestände liegen in der Überwachungszone, die nach dem Nachweis in dem Putenmastbetrieb mit 10.500 Tieren eingerichtet worden war.
Zwei Hobbyhaltungen an der Weser betroffen (26.02.26)
Im Landkreis Wesermarsch (Niedersachsen) wurde in zwei Gemeinden die hochpathogene Variante der Geflügelpest nachgewiesen. Einmal ist eine Kleinst-Geflügelhaltung mit weniger als 50 Hühnern betroffen. Im zweiten Fall geht es um eine gemischte Hobbyhaltung mit Gänsen, Enten, Hühnern und Puten. Das FLI hat in beiden Fällen den Serotyp AI H5N1 bestätigt. Die Tierbestände wurden getötet. Der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft geht davon aus, dass aufgrund der kleinen Bestände keine Sperrzonen eingerichtet werden.
Putenbetrieb im Landkreis Cloppenburg betroffen (25.02.2026)
Im Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen) gibt es einen AI-Verdachtsfall in der Gemeinde Emstek. Betroffen ist eine Mastputenhaltung mit rund 3.800 Putenhähnen, die ca. 12 Wochen alt sind. Das Landeslabor des LAVES hat das AI H5-Virus nachgewiesen. Das Ergebnis des FLI liegt noch nicht vor. Die Tötung des Tierbestandes wird vorbereitet.
Der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft weist darauf hin, dass mit dem derzeitigen Wetterumschwung die Betriebe im Umfeld des AI-Verdachtsbetriebes und überall dort, wo im Umfeld der Ställe aktuell viele Wildvögel (u.a. Gänse und Kraniche) auf den Flächen sitzen, die Stall-Jalousien nicht zu weit geöffnet werden sollten. Windeinträge von Staub und anderen Partikeln in die Ställe können so vermieden werden. Es ist natürlich auf eine ausreichende Mindestluftrate zu achten.
Wieder Stallpflicht in Luxemburg und im Raum Trier (09.02.2026)
In Luxemburg gilt erneut eine Stallpflicht für Geflügel. Das Agrarministerium teilte mit, beim Geflügel eines privaten Halters in Schengen sei die Vogelgrippe nachgewiesen worden. Um ein Einschleppen des für die Tiere hochansteckenden Virus in Geflügelbetriebe zu verhindern, gilt wieder eine landesweite Stallpflicht für gehaltenes Geflügel.
Ebenfalls wieder eine Stallpflicht erlassen wurde im angrenzenden Landkreis Trier-Saarburg (Rheinland-Pfalz). Nach dem Auftreten mehrerer neuer Fälle des Influenza-Virus mit dem Subtyp H5N1 bei Wildvögeln in Trier und im Landkreis tritt erneut eine umfassende Aufstallungspflicht für Geflügel in Kraft.
Mehrere kranke und verendete Wasservögel – darunter Schwäne, Enten und Haubentaucher – wurden seit Ende Januar positiv getestet. Die Aufstallpflicht gilt zunächst bis zum 20. März.
NL: Vogelgrippe in Nordbranbant bestätigt (08.02.2026)
Auf einem niederländischen Betrieb mit Putenhaltung in der Gemeinde Oisterwijk, Provinz Nordbrabant, wurde Vogelgrippe nachgewiesen. Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, werden die rund 38.000 Puten des Betriebs von der niederländischen Behörde für Lebensmittel- und Verbraucherschutz (NVWA) gekeult.
Verdachtsfall im Landkreis Cloppenburg (07.02.2026)
Im Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen) gibt es einen AI-Verdachtsfall in der Gemeinde Barßel. Betroffen ist eine Masthühner-Elterntierhaltung mit rund 23.000 Tieren. Das Landeslabor des LAVES hat das AI H5-Virus nachgewiesen. Das Ergebnis des FLI liegt noch nicht vor. Die Tötung des Tierbestandes wird vorbereitet. Darüber informierte der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft, NGW.
Stallpflicht im Landkreis Hildesheim (05.02.2026)
Im Landkreis Hildesheim (Niedersachsen) wurde in der Gemeinde Diekholzen die hochpathogene Variante der Geflügelpest nachgewiesen. Betroffen ist eine Hobbyhaltung mit rund 25 Tieren (Hühner, Gänse, Enten). Das FLI hat den Serotyp AI H5N1 bestätigt. Der Tierbestand wurde bereits getötet. Eine Sperrzone wird aufgrund der Ausnahmeregelung nach dem EU-Recht für Geflügelbestände bis 50 Tiere nicht eingerichtet. Stattdessen wurde vom Landkreis eine kreisweite Aufstallpflicht für sämtliches Geflügel erlassen. Darüber informierte der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft.
Geflügelpest in Ostholstein: Restriktionszonen verhängt (03.02.2026)
Im Landkreis Ostholstein (Schleswig-Holstein) ist die Geflügelpest ausgebrochen. Wie der Kreis mitteilt, wurde das Virus in einem Legehennenbetrieb in Eutin offiziell nachgewiesen. Nach dem Nachweis des Virus des Subtyps H5N1 seien die vorgeschriebene tierschutzgerechte Tötung sowie die fachgerechte Entsorgung der getöteten und verendeten Tiere durch den Kreis bereits veranlasst worden. Zum Schutz anderer Bestände wurden rund um den Betrieb Restriktionszonen eingerichtet.
Geflügelpest im Landkreis Teltow-Fläming amtlich festgestellt (03.02.2026)
Im Landkreis Teltow-Fläming (Brandenburg) ist bei einem Kleinsthalter von Geflügel die Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Der Landkreis hat alle vorgesehenen Maßnahmen angeordnet. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden durch das nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler Institut, bestätigt.
Bei dem Kleinsthalter mit etwa 60 Tieren waren erhöhte Tierverluste aufgetreten. Der Tierhalter hat das zuständige Veterinäramt des Landkreises Teltow-Fläming informiert, der Bestand wurde gesperrt und amtlich beprobt. Die tierschutzgerechte Tötung des Kleinstbestandes wurde vorgenommen. Die Einrichtung der Schutz- und Überwachungszone befindet sich in der Planung.
NL: Legehennenbetrieb nahe der deutschen Grenze betroffen (01.02.2026)
Im niederländischen Ort Dalen bei Coevoerden (Provinz Drenthe), der unweit der Grenze zu Deutschland liegt, wurde auf einem Legehennenbetrieb die Vogelgrippe festgestellt. Die 15.000 Tiere des Betriebes wurden bereits gekeult. In der 3-km-Schutzzone liegt ein anderer Geflügelbetrieb, der bereits Anfang Dezember von der Vogelgrippe betroffen war und noch leersteht.
Putenmastanlage mit 30.000 Tieren nahe Leipzig betroffen (31.01.2026)
Wegen eines Vogelgrippe-Ausbruchs müssen in einer Putenmastanlage nahe Geithain (Landkreis Leipzig) rund 30.000 Tiere getötet werden. Diese Entscheidung sei in Abstimmung zwischen dem Tierhalter, dem Veterinäramt des Landkreises Leipzig und der sächsischen Task-Force Tierseuchen getroffen worden, teilte das Landratsamt mit. Das Friedrich-Loeffler-Institut hatte das Virus bestätigt.
Vogelgrippeverdacht im Landkreis Harz (31.01.2026)
Die Vogelgrippe hat erneut einen Betrieb in Sachsen-Anhalt getroffen. In einem Putenmastbetrieb in Osterwieck, Landkreis Harz, wurde das Virus nachgewiesen. Das Landesamt für Verbraucherschutz bestätigte den Ausbruch, der gesamte Bestand muss gekeult werden. Das Ergebnis des Freidrich-Loeffler-Institus steht noch aus. Das teilte der Landkreis Harz mit. Ab sofort gilt im gesamten Landkreis wieder Stallpflicht für gehaltenes Geflügel. Vor wenigen Tagen hatte es in Sachsen-Anhalt einen Legehennenbetrieb in Jerichower Land getroffen.
Broiler-Elterntiere in Mecklenburg-Vorpommern betroffen (30.01.2026)
In Mecklenburg-Vorpommern wurde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Gemeinde Schwarz) in einem Bestand mit ca. 40.000 Broiler-Elterntieren HPAI amtlich festgestellt. Rund um den Betrieb, bei dem das Virus nachgewiesen wurde, gibt es inzwischen eine Schutzzone.
AI-Verdachtsfall im Landkreis Oldenburg (29.01.2026)
Im Landkreis Oldenburg (Niedersachsen) gibt es einen AI-Verdachtsfall in der Gemeinde Ganderkesee. Betroffen ist eine Mastputenhaltung mit etwa 8.500 Putenhähnen, die ca. 12 Wochen alt sind. Das Landeslabor des LAVES hat das AI H5-Virus nachgewiesen. Das Ergebnis des FLI liegt noch nicht vor. Die Tötung des Tierbestandes wird vorbereitet. Darüber informierte der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft.
Jerichower Land: Betrieb mit 30.000 Hennen betroffen (28.01.2026)
Das Friedrich-Loeffler-Institut hat einen Geflügelpest-Ausbruch in einem Betrieb in der Einheitsgemeinde Möckern, Landkreis Jerichower Land (Sachsen-Anhalt), bestätigt. Entsprechende Sperr- und Tötungsanordnungen an Unternehmen sind bereits am vergangenen Wochenende ergangen. Insgesamt mussten 30.800 Hühner gekeult werden. Die Eintragsursache konnte bisher noch nicht ermittelt werden.
Weiterer Fall bei Puten am Niederrhein (28.01.2026)
In der Gemeinde Kranenburg, Landkreis Kleve (Nordrhein-Westfalen), ist ein weiterer Ausbruch der Geflügelpest auf einem Putenbetrieb bestätigt worden. Die Gemeinde Kranenburg liegt an der Grenze zu den Niederlanden. Die Puten im betroffenen Betrieb wiesen schwerwiegende Symptome auf und wurden bereits getötet.
Verdacht bei Putenbetrieb im Landkreis Osnabrück (28.01.2026)
Im Landkreis Osnabrück (Niedersachsen) gibt es einen AI-Verdachtsfall in der Gemeinde Badbergen. Betroffen ist eine Mastputenhaltung mit rund 9.000 Putenhähnen, die ca. 17 Wochen alt sind. Das Landeslabor des LAVES hat das AI H5-Virus nachgewiesen. Das Ergebnis des FLI liegt noch nicht vor. Die Tötung des Tierbestandes wird vorbereitet. Darüber informierte der Landesverband der NIedersächsischen Geflügelwirtschaft.
NL: Vogelgrippe am Niederrhein bestätigt (27.01.2026)
Auf einem niederländischen Geflügelbetrieb in Kesteren (Provinz Gelderland) wurde die Vogelgrippe nachgewiesen. Die Gemeinde liegt unmittelbar am Niederrhein. Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, werden die rund 44.000 Legehennen des Betriebs von der niederländischen Behörde für Lebensmittel- und Verbraucherschutz (NVWA) gekeult.
Landkreise in Niedersachsen und NRW beenden Stallpflicht (26.01.2026)
In den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, in denen es in den vergangenen drei Monaten zahlreiche Fälle von Vogelgrippe gab, haben weitere Landkreise die erlassene Stallpflicht für gehaltenes Geflügel aufgehoben. Dazu gehören die Landkreise Lüchow-Dannenberg, die Stadt Wolfsburg sowie die Landkreise Paderborn und Gütersloh.
Ebenso beendet ist die Stallpflicht im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark sowie im Landkreis Alzey-Worms (Rheinland-Pfalz).
Großbetrieb mit 1,5 Mio. Legehennen in Polen betroffen (25.01.2026)
Auch in unserem Nachbarland Polen gibt es weiter Fälle von Vogelgrippe. Jetzt wurde ein Ausbruch in einem sehr großen Legehennenbetrieb in der Woiwodschaft Großpolen unweit von Posen gemeldet. Das meldete die Sächsische Zeitung. Auf dem Legehennenbetrieb ist die hochpathogene Form der Vogelgrippe nachgewiesen worden. Der Bestand umfasste rund 1,5 Mio. Tiere. Die polnischen Behörden haben sie töten und entsorgen lassen.
Der polnische Geflügelverband (FVA) hat nun ein Pilotprojekt zur Vogelgrippe-Impfung von Legehennen vorgeschlagen. Die Lebensmittel- und Veterinärbehörde des Landes meldete von Anfang bis Mitte Januar bereits 18 bestätigte Ausbrüche in Nutztierbeständen.
Geflügelpest im bayerischen Landkreis Cham nachgewiesen (24.01.2026)
Im Landkreis Cham (Bayern) wurde laut Mitteilung des Landratsamtes in einem Hausgeflügelbestand im Gemeindebereich Furth im Wald ein amtlich bestätigter Fall von Geflügelpest festgestellt. Das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) konnte ein hochpathogenes Virus des Typen H5N1 nachweisen. Der Bestand wurde gekeult und um den Betrieb, der nah an der Grenze zur Tschechien liegt, wurden Restriktionsgebiete eingerichtet.
Kleinsthaltung im Landkreis Hameln-Pyrmont mit Geflügelpest (24.01.2026)
Im Landkreis Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) hat das FLI die hochpathogene Variante der Aviären Influenza H5N1 in einer Geflügelhaltung nachgewiesen. Betroffen ist eine Kleinsthaltung mit 38 Legehennen. Der Tierbestand wurde bereits getötet. Aufgrund der aktuellen Risikobewertung und der geringen Bestandsgröße wird von der Einrichtung einer Sperrzone abgesehen. In den um den Ausbruchsbetrieb liegenden Orten wird eine Aufstallungspflicht für Geflügel angeordnet.
Weiterer Verdachtsfall am Niederrhein (23.01.2026)
Erst gestern wurde ein neuer Vogelgrippefall im Landkreis Kleve (Nordrhein-Westfalen) gemeldet. Jetzt gibt es im Landkreis einen weiteren Verdachtsfall. Es betrifft wiederum eine Putenhaltung mit rund 18.000 Tieren. Die Hähne waren ca. 20 Wochen alt.
Darüber hinaus wurde ein Fall in Bedburg im Rhein-Erft-Kreis (Nordrhein-Westfalen) gemeldet. Dort sind etwa 80 Tiere in einer Gemischthaltung (Ente, Huhn, Gans) betroffen. Das meldet der Geflügelwirtschaftsverband Nordrhein-Westfalen.
Neuer Fall im Landkreis Cloppenburg (22.01.2026)
Der geflügeldichte Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen) war in diesem Herbst/Winter massivst von der Vogelgrippe betroffen, insbesondere traf es Putenmastbetriebe. Seit zwölf Tagen hatte es im Gebiet des Landkreises erstmals seit Beginn des Seuchenzugs im Oktober 2025 kein Restriktionsgebiet mehr gegeben.
Nun gibt es einen neuen AI-Verdachtsfall in der Cloppenburger Gemeinde Essen. Betroffen ist eine Entenhaltung mit rund 13.000 Mastenten, die sich in der 1. Lebenswoche befinden. Das Landeslabor des LAVES hat das AI H5-Virus nachgewiesen. Das Ergebnis des FLI liegt noch nicht vor. Die Tötung des Tierbestandes wird vorbereitet. Darüber informierte der Niedersächsische Landesverband der Geflügelwirtschaft.
Putenmastbetrieb im Oderbruch betroffen (21.01.2026)
Der Vogelgrippe-Verdacht in einem Putenmast-Betrieb in der Nähe von Seelow, Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg) hat sich bestätigt. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg sowie das Friedrich-Loeffler-Institut als nationales Referenzlabor haben das Virus nachgewiesen, teilte das Brandenburgische Landwirtschaftsministerium dem rbb mit. Der komplette Bestand werde noch am selben Tag getötet.
Es handelt sich um einen Putenmast-Betrieb in Gorgast im Oderbruch bei Golzow. 18.000 Tiere sind betroffen. Zwei Tage zuvor gab es erste Auffälligkeiten im Bestand und über das Maß tote Tiere im Stall, so dass die Veterinärbehörden hinzugezogen wurden.
Neuer Fall in einem Putenbetrieb am Niederrhein (21.01.2026)
In einer gewerblichen Putenhaltung in Rees, Landkreis Kleve (Nordrhein-Westfalen) ist ein neuer Ausbruch von Geflügelpest bestätigt worden. Die ca. 13.000 Tiere des Bestandes mussten mit schwerwiegenden Symptomen getötet werden, nachdem der Bestand zuvor als „laborbestätigter Verdachtsfall“ eingestuft worden war.
Neuer Verdachtsfall im Landkreis Gießen (20.01.2026)
In einem Hähnchenmastbetrieb in Hungen, Landkreis Gießen (Hessen) besteht der Verdacht auf einen Ausbruch der Geflügelpest. Untersuchungen des Landesbetriebs Hessisches Landeslabor wiesen den Erreger H5 nach. Diese Proben werden im Labor des Friedrich-Loeffler-Instituts für Tiergesundheit (FLI) untersucht. Das Veterinäramt des Landkreises Gießen musste die Tötung von rund 19.000 Masthähnchen des Betriebs anordnen.
In dem betroffenen Geflügelbetrieb war es am vergangenen Wochenende zu einem auffälligen Sterben von Tieren gekommen, das umgehend tierärztlich abgeklärt wurde. Der Betrieb reagierte rasch und korrekt, so der Landkreis.
Hygieneschleuse Gießen
Weltweit neue Fälle von Vogelgrippe (20.01.2026)
Europa ist nicht der einzige Erdteil, der derzeit von der Vogelgrippe gebeutelt ist. Aus den USA gibt es laufend neue Meldungen von Infektionen, in Kanada in der Provinz Quebec gab es jetzt auch den ersten Fall des Jahres 2026.
In Asien wurden laut WOAH (World Organisation for Animal Health) seit Jahresbeginn neue Fälle von den Philippinen, aus Japan, Südkorea und Taiwan gemeldet. Auf den Philippinen waren es zehn Ausbrüche, als Infektionsursache werden Wildvögel oder kontamierte Gegenstände angegeben.
Aus Japan wurden seit Weihnachten fünf neue Fälle in Legehennenbetrieben gemeldet, der größte mit knapp 1 Mio. Tieren.
In Südkorea gab es in diesem Jahr ebenfalls mehrere neue Ausbrüche der Vogelgrippe. In dem ostasiatischen Land hat die Vogelgrippe-Welle der letzten Monate dazu geführt, dass die Eierversorgung des Landes nicht mehr gedeckt werden konnte aus heimischer Produktion. Südkorea importiert deshalb im Januar 2,24 Mio. Schaleneier aus den USA. Das bericht WATTPoultry.
Auch in Israel und dem Irak gab es neue Ausbrüche der Vogelgrippe. In Israel wurden infizierte Wildvögel als Eintragsursache angegeben.
In den Niederlanden gibt es noch neue Fälle (19.01.2026)
Auch in unserem Nachbarland Niederlande kommen die Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter noch nicht zur Ruhe. Die Vogelgrippe wurde auf einem Putenbetrieb mit 24.000 Tieren in Oisterwijk (Nordbrabant), einem Legehennenbetrieb mit 43.000 Tieren in Creil (Flevoland) und einem kleinen Legehennenbetrieb in Maasland (Südholland) festgestellt. Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, wurden die Tiere gekeult.
Stallpflicht aufgehoben im Landkreis Lüneburg (19.01.2026)
Niedersachsen war in diesem Herbst/Winter massivst von der Vogelgrippe betroffen. Viele Landkreise haben eine allgemeine Stallpflicht für gehaltenes Geflügel verfügt. Jetzt gibt es erste Aufhebungen. So darf auch im Landkreis Lüneburg Geflügel nun wieder nach draußen.
Auch in Italien hauptsächlich Putenbetriebe betroffen (16.01.2026)
Auch Italien ist von der Vogelgrippe-Welle in diesem Herbst/Winter nicht verschont geblieben. Der erste Fall wurde Ende September 2025 gemeldet. Bis Anfang Januar 2026 waren es insgesamt 43 Fälle bei gehaltenem Geflügel. Ungefähr die Hälfte davon waren Putenbetriebe. Acht Ausbrüche gab es in Legehennenbeständen. Das meldete die staatliche Behörde IZSVe, die für die Kontrolle, Überwachung und Forschung in den Bereichen Tiergesundheit, Tierschutz, Lebensmittelsicherheit und Zoonosen zuständig ist. Den ersten Wildvogelfund mit Vogelgrippe hatte es in Italien Mitte Oktober gegeben.
Die von der Vogelgrippe betroffenen Betriebe befinden sich alle in Norditalien. Hier gibt es eine nennenwerte Putenfleischproduktion. 2023 erzeugte Italien 243.000 t Putenfleisch und lag damit auf Platz 4 in der EU nach Deutschland, Polen und Frankreich.
Weitere Landkreise heben Stallpflicht auf (16.01.2026)
Deutschlandweit heben weitere Landkreise die Stallpflicht für gehaltenes Geflügel auf. Sie galt teilweise bereits seit Mitte/Ende Oktober vergangenen Jahres. In den beiden niedersächsichen Landkreisen Gifhorn und Harburg darf Geflügel ab sofort wieder ins Freie, ebenso im Landkreis Kassel (Hessen), Landkreis Heilbronn (Baden-Württemberg) sowie in Halle und im Landkreis Mansfeld-Südharz (beide Sachsen-Anhalt). Am dortigen Stausee Kelbra waren seit dem Beginn der Vogelgrippe-Ausbrüche Ende Oktober etwa 6.000 verendete Wildvögel gefunden worden, darunter sehr viele Kraniche.
Zwei neue Verdachtsfälle in Niedersachsen (15.01.2026)
Im Landkreis Aurich an der niedersächsischen Nordseeküste gibt es einen AI-Verdachtsfall in der Gemeinde Dornum in einer Putenhaltung. Betroffen ist eine Elterntierhaltung mit rund 9.700 Tieren.
Im Landkreis Göttingen gibt es einen AI-Verdachtsfall in einer Kleinsthaltung mit rund 80 Tieren (Legehennen, Enten und Gänse). Darüber informierte der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft.
Baden-Württemberg setzt weiter auf Stallpflicht (15.01.2026)
Aufgrund weiterer Vogelgrippe-Funde bei heimischen Wildvögeln wird die Stallpflicht für Geflügel entlang des Rheins verlängert. Der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk mahnte laut einer Mitteilung, dass man noch nicht über den Berg sei und es gelte, die Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten. Die Stallpflicht entlang des Rheins gilt demnach nun bis zum 12. Februar 2026. In der Stadt und im Landkreis Heilbronn sowie im Landkreis Esslingen ist sie jedoch aufgehoben.
Landkreis Nienburg beendet Stallpflicht (14.01.2026)
Im niedersächsischen Landkreis Nienburg muss gehaltenes Geflügel nicht mehr im Stall bleiben. Die seit Ende Oktober letzten Jahres geltende Stallpflicht wurde jetzt aufgehoben.
Grenzregion Frankreich/Westflandern mit mehreren Fällen (14.01.2026)
In der belgischen Region Westflandern gibt es mehrere neue Fälle von Vogelgrippe, zuletzt waren drei Geflügelbetriebe um Veurne betroffen. In der Grenzregion zu Frankreich gab es bereits grenzübergreifende Restriktionsgebiete durch Fälle auf der französischen Seite. Diese waren Ende Dezember gemeldet worden.
Ausbruch der Geflügelpest auf Putenbetrieb im Landkreis Rostock (13.01.2026)
Im Landkreis Rostock wurde in einer Putenhaltung mit ca. 30.000 Tieren verschiedener Altersgruppen in 6 Ställen ein Ausbruch der Geflügelpest festgestellt. Der Landkreis reagierte umgehend und richtete die vorgeschriebenen Sperrzonen ein. Als Geflügelpest-Schutzzone (Sperrbezirk) gelten damit im Amt Bützow-Land die Gemeinde Bernitt mit den Ortsteilen Moisall, Neu Bernitt und Bernitt sowie die Gemeinde Jürgenshagen mit den Ortsteilen Gnemern, Klein Sien und Moltenow. Zusätzlich richtete der Landkreis eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern rund um den betroffenen Betrieb ein.
Gemischtbetrieb im Landkreis Görlitz betroffen (12.01.2026)
In einem Gemischtbetrieb mit Enten, Gänsen und Hühnern im Landkreis Görlitz (Sachsen) ist die Vogelgrippe festgestellt worden. Nach der Bestätigung durch das Nationale Referenzlabors des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI) wurden zum Schutz vor der Verbreitung der Geflügelpest Restriktionsgebiete rund um den betroffenen Betrieb eingerichtet.
Stallpflicht endet in weiteren Landkreisen (12.01.2026)
Weitere Landkreise in Deutschland haben ihre Stallpflicht für gehaltenes Geflügel aufgehoben. Allgemeiner Tenor ist, dass das Ansteckungsrisiko durch Wildvögel deutlich zurückgegangen sei.
In Thüringen haben die beiden Landkreise Nordhausen und Sömmerda die Stallpflicht aufgehoben. In Brandenburg hat der Landkreis Potsdam-Mittelmark die allgemeine Stallpflicht für Geflügel zum 10. Januar 2026 aufgehoben. Auch im Landkreis Jerichower Land (Sachsen-Anhalt) gibt es keine Stallpflicht für gehaltenes Geflügel mehr.
In Hessen haben mehrere Landkreise die Stallpflicht beendet. Das sind die Landkreise Bergstraße, Schwalm-Eder-Kreis, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau sowie Marburg-Biedenkopf.
Putenbetrieb im Landkreis Ludwigslust-Parchim mit Geflügelpest (11.01.2026)
Laut Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) mussten in einem Betrieb in Goldberg etwa 23.000 Puten getötet werden, nachdem das ansteckende Geflügelpest-Virus H5 nachgewiesen wurde. Nach dem Ausbruch wurde eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern und eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern rund um den betroffenen Betrieb eingerichtet.
Wie das Virus in den Betrieb gelangte, ist bislang jedoch noch unklar.
Im Landkreis Ludwigslust-Parchim sowie in der benachbarten Landeshauptstadt Schwerin sind mehr als 9.000 Tierhalter mit Geflügelhaltung gemeldet. Insgesamt werden in dieser Region etwa 3,6 Mio. Stück Geflügel gehalten.
Symbolbild
Geflügelnews / Cordula Möbius,
Text:
Christa Diekmann-Lenartz
Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der intensiven Tierhaltungsregion Weser-Ems (und Studium der Agrarwissenschaften). Seit vielen Jahren berichtet sie darüber, was sich im Bereich Geflügel tut - mit Schwerpunkt Niedersachsen.
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Bild:
Geflügelnews, Quelle: rbb 24, Christa Diekmann-Lenartz, AdobeStock_makasana photo, AdobeStock_ Klaus Haase, ZDG, AdobeStock- santosha57, Ellen Meinen, Adobe Stock_Michael Simon, Cordula Möbius
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