Geflügelpest: Erneuter Ausbruch in Ostthüringen

08 Oktober 2025
Biosicherheit
Enten

Nur drei Tage nach einem Geflügelpest-Fall in Ostthüringen in einer kleinen, privaten Enten- und Gänsehaltung brach die Tierseuche in derselben Gemeinde erneut aus. Über 1.000 Enten und Gänse sind dieses Mal betroffen.

In thüringischen Zeulenroda-Triebes im Landkreis Greiz ist die Geflügelpest in einen zweiten Geflügelbestand eingedrungen. Wie das Sozialministerium in Erfurt mitteilte, sind 885 Enten, 260 Gänsen und zwölf Puten betroffen. Den Nachweis der Geflügelpest in dem Geflügelmastbestand bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI).

Vermutete Ursache: Kontakt zu Wildvögeln

Nur drei Tage zuvor war im selben Dorf bei einer privaten kleineren Haltung mit Enten und Gänsen die Geflügelpest festgestellt worden. Als Ursache des Eintrags beider Ausbrüche vermuten die Thüringer Fachbehörden zum jetzigen Zeitpunkt den Kontakt zu Wildvögeln.

Durch die räumliche Nähe der beiden betroffenen Bestände mussten die zuvor eingerichteten Sperrzonen minimal angepasst werden. Derweil laufen die Untersuchungen von Geflügelhaltungen in der Schutz- und in der Überwachungszone durch die jeweils zuständigen Veterinärämter weiter. Mehrere Hundert, zumeist private Kleinhaltungen, sind in den Sperrzonen registriert.

Rückblick: Geflügelpestfälle der letzten Jahre

Vor knapp zwei Jahren gab es in Thüringen den letzten Geflügelpestfall bei Hausgeflügel. 2024 gab es ausschließlich Fälle bei Wildgänsen und dies konzentriert im Südthüringer Landkreis Sonneberg. Das Sozialministerium mahnte erneut die strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügelhaltungen bzw. Betrieben an.

Bauernzeitung
Bild: Adobe_Tock_nakedking

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