Vogelgrippe im Kreis Steinburg: 2.800 Legehennen betroffen – Sperrzonen eingerichtet

05 September 2025
Biosicherheit
Helgoland

Im Kreis Steinburg ist ein Fall der Geflügelpest (hochpathogene aviäre Influenza, HPAIV) bestätigt worden. Betroffen ist ein Betrieb in der Gemeinde Hadenfeld mit rund 2.800 Legehennen. Die Behörden haben umgehend eine Sperrzone eingerichtet, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Strenge Maßnahmen für Geflügelhalter

Laut Mitteilung des Kreises umfasst die Sperrzone eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern sowie eine Überwachungszone von mindestens zehn Kilometern. Teile der Nachbarkreise Rendsburg-Eckernförde und Dithmarschen liegen ebenfalls innerhalb des betroffenen Gebiets.

Für Geflügelhalter in den Sperrzonen gelten strikte Regeln:

  • Aufstallungspflicht: Geflügel darf nicht ins Freie.
  • Verbringungsverbot: Tiere dürfen weder transportiert noch verkauft oder geschlachtet werden.
  • Sicherheitsvorkehrungen: Betriebe müssen Hygienemaßnahmen überprüfen und anpassen.

Der Kreis betonte, dass schnelles und konsequentes Handeln entscheidend sei, um eine Ausbreitung des Erregers zu verhindern.

Geflügelpest auch bei Wildvögeln nachgewiesen

Zusätzlich wurde auf Helgoland (Kreis Pinneberg) bei einer tot aufgefundenen Möwe der Subtyp H5N1 nachgewiesen, wie das Landwirtschaftsministerium in Kiel bestätigte. Das Ministerium forderte alle Geflügelhalter auf, Hausgeflügel konsequent von Wildvögeln fernzuhalten und bestehende Schutzmaßnahmen streng einzuhalten.

Hintergrund: Geflügelpest in Schleswig-Holstein

Die Geflügelpest tritt in Deutschland immer wieder auf, insbesondere in Regionen mit hoher Geflügeldichte und in Küstennähe, wo Zugvögel als Überträger gelten. Die aktuelle Bestätigung im Kreis Steinburg erfolgte am 2. September 2025 nach EU-rechtlichen Vorgaben.

Geflügelnews
Bild: AdobeStock_engel.ac
Quelle: Proplanta

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