Geflügelpest: Verdachtsfall in der Putenregion Weser-Ems

14 Oktober 2025
Biosicherheit
geflügelstall

Symbolbild

Wie der Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen) mitteilte, gibt es einen Verdacht der hochpathogenen Aviären Influenza in einem Putenbetrieb mit rund 20.000 Tieren. Das amtliche Ergebnis des Lebensmittel- und Veterinärinstituts Oldenburg liegt vor und ist positiv auf H5. Die Bestätigung des Friedrich-Loeffler-Instituts steht noch aus. 

Jetzt hat die Geflügelpest auch den Landkreis Cloppenburg erreicht. Betroffen ist beim ersten Fall dieses Herbstes ein Putenbetrieb. Der Bestand mit 20.143 neun Wochen alten Puten wird tierschutzgerecht getötet.

Der Landkreis wird um den Verdachtsbetrieb eine Sperrzone einrichten, bestehend aus der Schutzzone, mit einem Radius von mindestens 3 km, und der Überwachungszone, mit einem Radius von mindestens 10 km. Eine entsprechende Allgemeinverfügung mit den ausgewiesenen Maßnahmen in der Sperrzone ist ebenfalls in Vorbereitung und wird auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht. 

In Anbetracht des aktuellen Verdachtsfalles im Landkreis Cloppenburg, den zunehmenden Geflügelpest-Nachweisen in anderen Bundesländern und allgemein im Wildvogelbereich bat der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft, NGW, alle Geflügelhalter und Geflügelhalterinnen, die Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen strikt einzuhalten. So könne nicht nur der eigene Tierbestand, sondern auch benachbarte Geflügelbestände geschützt werden. 

Bisher gab es in diesem Jahr in Niedersachsen neun Ausbrüche der Geflügelpest, sie datieren von der ersten Jahreshälfte. Im Jahr 2024 waren insgesamt acht Betriebe betroffen mit knapp 200.000 Tieren. 

 

Text:
Christa Diekmann-Lenartz

Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der intensiven Tierhaltungsregion Weser-Ems (und Studium der Agrarwissenschaften). Seit vielen Jahren berichtet sie darüber, was sich im Bereich Geflügel tut - mit Schwerpunkt Niedersachsen.

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Bild: Christa Diekmann-Lenartz

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