Newcastle-Krankheit: Neuer Ausbruch im Landkreis Märkisch-Oderland

20 April 2026
Biosicherheit
Hähnchen

Im Landkreis Märkisch-Oderland ist ein weiterer Ausbruch der Newcastle-Krankheit festgestellt worden. Die Zahl der Fälle in Brandenburg steigt damit auf 19. Behörden reagieren mit Sperrmaßnahmen und weiten Restriktionszonen.

Weiterer Ausbruch in Masthähnchenbetrieb

In einem Betrieb mit rund 126.000 Masthähnchen im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg)  traten klinische Auffälligkeiten und erhöhte Verluste auf. Das zuständige Veterinäramt griff sofort ein, sperrte den Bestand und ließ Proben entnehmen.

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg wies das aviäre Paramyxovirus nach. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte den Befund abschließend. Damit gilt der Ausbruch als amtlich festgestellt.

Sperrzonen und Keulung angeordnet

Der Landkreis ordnet per Tierseuchenverfügung umfassende Maßnahmen an. Die Behörden lassen den betroffenen Bestand tierschutzgerecht töten. Zudem richten sie eine Schutzzone im Umkreis von mindestens drei Kilometern und eine Überwachungszone von mindestens zehn Kilometern ein.

Die genauen Grenzen legt das Veterinäramt fest. Geflügelhalter in den betroffenen Gebieten erhalten konkrete Anweisungen zu weiteren Schritten.

Behörden verfolgen Infektionswege

Das Veterinäramt untersucht gemeinsam mit dem Tierseuchenbekämpfungsdienst Brandenburg und dem Friedrich-Loeffler-Institut die Ursache des Ausbruchs.

Die Ermittler verfolgen Tierbewegungen, prüfen Lieferketten und analysieren Kontakte von Personen und Fahrzeugen. Auch das Impfregime im Betrieb nehmen sie genau unter die Lupe.

Biosicherheit rückt in den Fokus

Die Behörden fordern alle Geflügelhalter auf, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und zu verbessern. Besonders wichtig bleibe die Kontrolle von Personenverkehr und Materialaustausch zwischen Betrieben.

Ziel ist es, den Eintrag und die Weiterverbreitung des Virus zu verhindern.

Geflügelnews
Bild: Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V.
Quelle: MLEUV

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