In Brandenburg breitet sich die Newcastle-Krankheit weiter aus. In Spreenhagen mussten Behörden erneut zehntausende Tiere töten. Während die Lage angespannt bleibt, hoffen Verantwortliche auf eine baldige Entspannung. Etwas Entwarnung gibt es dagegen in Bayern.
Erneuter Ausbruch in Spreenhagen
In einem Geflügelbetrieb in Spreenhagen im Landkreis Oder-Spree haben Behörden erneut die Newcastle-Krankheit nachgewiesen. Betroffen ist ein Bestand von rund 75.000 Masthähnchen, verteilt auf fünf Ställe. Die zuständigen Behörden ließen sämtliche Tiere töten, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Der Ort war bereits zuvor von einem Ausbruch betroffen. Auch in anderen Brandenburger Landkreisen meldeten Behörden zuletzt wiederholt neue Fälle.
Ministerin sieht dramatische Lage
Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt sprach von einer ernsten Situation. Zugleich äußerte sie die Hoffnung, dass sich die Infektionslage bald beruhigt und nicht auf ganz Deutschland ausweitet.
"Wir schützen ganz Deutschland"
Mittelstädt betonte die Bedeutung der Maßnahmen über die Landesgrenzen hinaus. Brandenburg leiste einen Beitrag zum Schutz des gesamten Bundesgebiets. Gleichzeitig fordert sie mehr Unterstützung für betroffene Betriebe, die durch die Ausbrüche erhebliche Umsatzeinbußen erleiden.
Entschädigungen decken bislang nur einen Teil der Verluste. Die Tierseuchenkasse könne die wirtschaftlichen Schäden nicht vollständig ausgleichen.
Seit Februar mussten in Brandenburg und Bayern Millionen Tiere getötet werden. Besonders stark betroffen ist der Landkreis Dahme-Spreewald. Dort hat ein Krisenstab die Bekämpfung der Tierseuche koordiniert. Insgesamt registrierten Behörden in Brandenburg bislang 18 Ausbrüche.
Entwarnung in Bayern
Im Gegensatz zu Brandenburg entspannt sich die Lage im Landkreis Erding in Bayern. Dort hoben die Behörden alle Restriktionszonen vollständig auf.
Nach dem ersten Ausbruch Ende Februar hatten Veterinärämter umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, darunter Sperrzonen, Kontrollen und Desinfektionen. Da keine neuen Fälle auftraten und alle Untersuchungen unauffällig blieben, sehen die Behörden keine Notwendigkeit mehr für Einschränkungen.
Impfpflicht und Hygiene bleiben entscheidend
Trotz der Entwarnung mahnen Experten zur Vorsicht. Für Geflügelhalter gilt weiterhin eine strikte Impfpflicht – unabhängig von der Größe des Bestands.
Konsequente Hygiene bleibt der wichtigste Schutz: Halter müssen Schuhe wechseln, Hände reinigen und Stallzugänge kontrollieren. Nur so lässt sich verhindern, dass das Virus erneut eingeschleppt wird.
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