Newcastle-Krankheit breitet sich aus: Weitere Ausbrüche in Brandenburg – Behörden verschärfen Maßnahmen

19 März 2026
Biosicherheit
hähnchen

Die Newcastle-Krankheit greift weiter um sich: In Brandenburg bestätigen Behörden neue Ausbrüche in mehreren Landkreisen. Veterinärämter reagieren mit strengen Schutzmaßnahmen, während Experten die Ursachen und Kontaktketten untersuchen.

Weitere Fälle erhöhen Zahl der Ausbrüche auf elf

In Brandenburg haben Behörden weitere Ausbrüche der Newcastle-Krankheit festgestellt. Die Gesamtzahl steigt damit auf elf bestätigte Fälle. Besonders betroffen sind große Geflügelbestände, aber auch kleinere Haltungen bleiben nicht verschont.

Im Landkreis Oder-Spree meldete ein Betrieb in Storkow mit rund 360.000 Masthähnchen auffällige Krankheitsverläufe und steigende Verluste. Das zuständige Veterinäramt reagierte sofort, sperrte den Bestand und ließ Proben untersuchen. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg wies das aviäre Paramyxovirus nach. Eine abschließende Analyse bestätigte den Ausbruch der Newcastle-Krankheit.

Auch im Landkreis Märkisch-Oderland traf es einen Betrieb mit etwa 70.000 Tieren. Die Diagnose fiel hier ebenfalls eindeutig aus.

Auch Kleinsthalter betroffen

Nicht nur große Betriebe stehen im Fokus: Im Landkreis Dahme-Spreewald verendeten in einer kleinen Haltung drei von 18 Legehennen plötzlich. Kurz darauf bestätigten Labortests auch hier die Krankheit. Das Veterinäramt leitete umgehend Maßnahmen ein.

Strenge Maßnahmen zur Eindämmung

Die Behörden greifen konsequent durch: Sie ordnen die tierschutzgerechte Tötung betroffener Tiere an und richten Sperrzonen ein. Um jeden Ausbruchsbetrieb entsteht eine Schutzzone mit mindestens drei Kilometern Radius sowie eine Überwachungszone von mindestens zehn Kilometern.

Veterinärämter legen die genauen Grenzen fest und informieren die Geflügelhalter direkt über alle Auflagen.

Fachleute verfolgen mögliche Infektionswege genau. Sie analysieren Tierbewegungen, prüfen Lieferketten und untersuchen Kontakte von Personen und Fahrzeugen. Gleichzeitig nehmen sie das Impfmanagement der Betriebe unter die Lupe.

Behörden intensivieren Monitoring

Experten fordern Geflügelhalter auf, ihre Schutzmaßnahmen kritisch zu überprüfen. Wer Kontakte reduziert und den Austausch von Geräten zwischen Betrieben kontrolliert, senkt das Risiko deutlich.

Auch in geimpften Beständen gilt: Treten unerklärliche Todesfälle oder Leistungseinbrüche auf, sollten Halter sofort Laboruntersuchungen veranlassen.

Die Veterinärbehörden weiten ihre Kontrollen aus. Sie untersuchen verstärkt krankes oder verendetes Geflügel sowie Wildvögel, um neue Ausbrüche frühzeitig zu erkennen und einzudämmen.

Geflügelnews
Bild: Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V.
Quelle: MLEUV

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