Die Newcastle-Krankheit (ND) hält seit dem 23. Februar 2026 Geflügelhalter in Atem. Vor drei Wochen wurde der erste ND-Fall seit über 20 Jahren in Deutschland gemeldet. Obwohl eine allgemeine Impfpflicht gilt, sind inzwischen mehrere Betriebe in Ostdeutschland und Bayern betroffen. Der Landkreis Dachau startet jetzt eine Impfkampagne. Eine gute Aktion!
In Deutschland ist aktuell die Vogelgrippe nicht die einzige tödliche Seuche, die Geflügel befällt. Auch die Newcastle-Krankheit bedroht die Geflügelbestände. Die Krankheit ist hochansteckend.
Inzwischen mehrere Newcastle-Fälle in Bayern
Weil es in den vergangenen Wochen in Bayern in den Landkreisen Mühldorf und Erding zu Ausbrüchen kam, will das Veterinäramt des Landkreises Dachau die geltende Impfpflicht gegen die Newcastle-Krankheit nun konsequent durchsetzen. Mit einer Impfkampagne sollen Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter bei der Organisation der gesetzlich vorgeschriebenen Impfung ihrer Tiere unterstützt werden.
Ordnungswidrigkeit bei Nichtimpfung gegen ND
Dachaus Amtstierärztin Dr. Sophie Rothammer nannte die Newcastle-Krankheit gegenüber dem „Merkur“ brandgefährlich. Die Impfpflicht in Deutschland gilt für alles gehaltene Geflügel, sowohl für kommerzielle als auch private Bestände. Es wird vermutet, dass im Bereich der Hobbyhaltungen die Impfflicht nicht überall konsequent eingehalten wird, zum Teil auch aus Unwissenheit. Wer nicht impft, begehe eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu fünfstelligen Bußgeldern bestraft werden könne, so Dr. Sophie Rothhammer.
Um die Impfkampagne in Schwung zu bringen, sammelt das Veterinäramt nun Impfanmeldungen. Unter www.landratsamt-Dachau.de/impfung-nd können sich Halter von Hühnern und Puten registrieren, deren Tiere keinen ausreichenden Impfschutz haben oder bei denen eine Nachimpfung ansteht. Die Behörde gibt die Anmeldungen anschließend an „beteiligte Tierarztpraxen im Landkreis“ weiter. Der Impfstoff wird per Trinkwasser verabreicht. Die Halter sollten dem Tierarzt vorab per Handy-Video nachweisen, dass ihre Tiere augenscheinlich gesund sind, schreibt der „Merkur“.




































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