Ungarn meldet Newcastle-Krankheit in zwei kommerziellen Masthähnchenbeständen. Insgesamt sind 219.000 Tiere betroffen. Woher das Virus stammt, ist bislang unklar. Die Behörden haben umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet.
Die Newcastle-Krankheit ist in zwei großen Masthähnchenbeständen im ungarischen Kecskemét nachgewiesen worden. Zusammen umfassen die beiden Herden 219.000 Tiere. Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) handelt es sich um die ersten gemeldeten Fälle der Tierseuche in Ungarn.
Die ungarischen Behörden reagierten mit umfangreichen Maßnahmen. Die betroffenen Bestände werden getötet, die Betriebe desinfiziert und Restriktionszonen überwacht.
Zwei Betriebe mit insgesamt 219.000 Masthähnchen betroffen
Die WOAH meldete die Ausbrüche am 9. September. Einer der beiden betroffenen Bestände umfasst 124.000 Masthähnchen. Im zweiten Betrieb werden 95.000 Tiere gehalten.
Die Veterinärdiagnostik des ungarischen Amtes für Lebensmittelsicherheit bestätigte die Newcastle-Krankheit in beiden Fällen mittels Real-Time-PCR.
Wo und wie sich die Tiere mit dem Virus infiziert haben, ist bislang nicht geklärt. Die WOAH führt die Infektionsquelle als unbekannt beziehungsweise nicht eindeutig bestimmt.
Behörden töten betroffene Masthähnchenbestände
Nach den Nachweisen haben die Behörden verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dazu gehören die Tötung der betroffenen Bestände und die anschließende Desinfektion.
Zudem verfolgen die Behörden mögliche Infektionswege zurück und haben Restriktionszonen eingerichtet. Innerhalb dieser Gebiete werden Geflügelbestände überwacht.
Tierkörper, tierische Nebenprodukte und Abfälle müssen unter behördlicher Aufsicht beseitigt werden. Die Überwachung soll laut WOAH außerdem auf Gebiete außerhalb der eingerichteten Restriktionszonen ausgeweitet werden.
Newcastle-Krankheit auch in Deutschland und Polen gemeldet
Ungarn ist derzeit nicht das einzige Land mit aktiven Meldungen zur Newcastle-Krankheit. Die WOAH führt entsprechende Ereignisse auch für Polen, Spanien, Singapur, Deutschland, Peru, Israel, Malaysia und Burkina Faso.
Keines dieser Länder grenzt unmittelbar an Ungarn. Woher die Infektion in den beiden ungarischen Masthähnchenbeständen stammt, bleibt damit vorerst offen.
Für Geflügelhalter unterstreichen die neuen Fälle erneut die Bedeutung konsequenter Biosicherheitsmaßnahmen. Vor allem bei ungeklärten Eintragswegen kommt der Abschirmung der Bestände eine wichtige Rolle zu.






































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