Newcastle-Krankheit in Erding: 500 Tiere gekeult – Veterinäramt richtet Sperrzonen ein

20 Mai 2026
Biosicherheit
Hühner

Symbolbild


Im Landkreis Erding ist erneut die Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Das Veterinäramt bestätigte die Tierseuche in einem Geflügelbestand in Oberding. Rund 500 Tiere mussten getötet werden. Für zahlreiche Betriebe gelten nun strenge Schutzmaßnahmen.

Erneuter Ausbruch in Oberding bestätigt

Das Veterinäramt Erding hat am Samstag, 16. Mai 2026, den Ausbruch der Newcastle-Krankheit in einem gemischten Geflügelbestand in der Gemeinde Oberding amtlich festgestellt. Die Behörde sperrte den Betrieb umgehend und ordnete weitere Schutzmaßnahmen an.

Der betroffene Bestand wurde inzwischen vollständig getötet. Nach Angaben des Landratsamtes mussten rund 500 Vögel verschiedener Arten gekeult werden. 

Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet

Nach dem Ausbruch richtete das Landratsamt eine Schutzzone mit einem Radius von mindestens drei Kilometern sowie eine Überwachungszone von mindestens zehn Kilometern ein. Eine entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlichte die Behörde auf ihrer Internetseite. Von den Maßnahmen betroffen sind mehr als 250 Geflügelhaltungen. 

Veterinäramt kontrolliert Geflügelbetriebe

In den kommenden Tagen überprüft das Veterinäramt sämtliche Geflügelbetriebe innerhalb der Schutzzone. Zusätzlich kontrollieren die Behörden stichprobenartig Betriebe in der Überwachungszone und entnehmen bei Bedarf Proben.

Die Schutzzone umfasst Teile der Gemeinden Oberding und Moosinning sowie Bereiche des Landkreises Freising. Die Überwachungszone reicht unter anderem bis in die Stadt Erding sowie in Teile der Gemeinden Neuching, Finsing und Eitting.

Auch Gebiete in den Landkreisen Freising, München und Ebersberg liegen innerhalb der Restriktionszonen. Die zuständigen Veterinärämter wurden bereits informiert.

Weitere Einschränkungen wegen Ausbrüchen im Landkreis Mühldorf

Zusätzliche Einschränkungen gelten im Landkreis Erding wegen zweier Ausbrüche der Newcastle-Krankheit in großen Hähnchenmastbetrieben im westlichen Landkreis Mühldorf. Die dort eingerichteten Überwachungszonen reichen ebenfalls in den Landkreis Erding hinein.

Bereits am 13. Mai 2026 hatte das Landratsamt Erding eine Allgemeinverfügung nach einem ersten Ausbruch erlassen. Nach einem weiteren Fall weitete die Behörde die Überwachungszone nun aus. Betroffen sind derzeit auch östliche Teile der Gemeinde Taufkirchen sowie Bereiche der Stadt Dorfen.

Aufstallungspflicht für Geflügelhalter

Für Geflügelhaltungen in den Schutz- und Überwachungszonen gelten strenge tierseuchenrechtliche Vorgaben. Dazu zählt insbesondere die verpflichtende Aufstallung des Geflügels, um weitere Ansteckungen zu verhindern.

Geflügelnews
Bild: Cordula Möbius
Quelle: Landkreis Erding

Reagieren

Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.