Bislang ist Niedersachsen von der Newcastle Disease verschont geblieben. Damit das so bleibt, lädt das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium zu einer Online-Infoveranstaltung ein. Die Veranstaltung am 21. Mai um 19 Uhr richtet sich an Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter, Tierärztinnen und Tierärzte sowie an die kommunalen Veterinärbehörden.
Ende Februar wurde erstmals seit rund 30 Jahren ein Ausbruch der Newcastle-Krankheit (Newcastle Disease, ND) in einer Geflügelhaltung in Deutschland festgestellt. Es betraf eine Putenhaltung in Brandenburg. Kurz darauf wurde der Ausbruch der ND in einer Legehennenhaltung in Bayern festgestellt.
Virustyp auch in Polen und Tschechien verbreitet
Seitdem gab es zahlreiche weitere Ausbrüche in Deutschland. Betroffen sind bislang die Länder Brandenburg und Bayern sowie Berlin mit einem Ausbruch. Bei den betroffenen Betrieben handelt es sich große Hühner-, Puten- und Masthühnerbestände sowie um Kleinsthaltungen. Die ND hat damit bereits jetzt in einem sehr kurzen Zeitraum massive Schäden und erhebliches Tierleid verursacht. Die bisher nachgewiesenen ND-Viren gehören zum Genotyp VII.1.1, der derzeit in Polen und Tschechien zirkuliert und dort für ebenfalls zahlreiche Ausbrüche der ND sorgt.
Deutschlands Geflügelland Nr. 1, Niedersachsen, ist bisher von ND verschont geblieben. Damit das so bleibt, hat das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am Donnerstag, den 21. Mai 2026 um 19 Uhr eine Online-Veranstaltung zur „Newcastle-Krankheit – Aktuelle Herausforderungen“ organisiert.
Aktuelle Informationen vom FLI und aus der Praxis
Dort wird das Friedrich-Loeffler-Institut, FLI, einen Überblick über die aktuelle Verbreitung in Europa und Deutschland geben und über Ursachen und Eintragswege informieren. Privatdozent Dr. Christian Grund vom FLI wird anschließend Möglichkeiten und Grenzen der Impfstoffe aufzeigen. Dr. Heinrich Windhaus, Geflügelfachtierarzt der Praxis für Geflügel GbR, Vechta, wird über die praktische Umsetzung der Impfung und effektive Biosocherheitsmaßnahmen referieren.
Im Anschluss wird ausreichend Zeit sein, Fragen der Teilnehmenden zu beantworten und zu diskutieren.

































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