Nachdem die Vogelgrippe vor einigen Wochen Australien, den letzten bis dahin vogelgrippefreien Kontinent, erreicht hat, ist nun auch das benachbarte Neuseeland betroffen. Hier wurde erstmals H5N1 bei einem Wildvogel festgestellt. In anderen asiatisch-pazifischen Ländern gibt es zudem vermehrt Ausbrüche in Geflügelhaltungen.
Wie das neuseeländische Landwirtschaftsministerium informierte, wurde nun auch im Inselstaat das erste Mal das H5N1-Vogelgrippevirus nachgewiesen. Positiv getestet wurde ein brauner Skua, ein Seevogel, der an einem Strand in der Nähe von Wellington auf der Nordinsel Neuseelands gefunden wurde.
Landwirtschaftsminister appelliert an Geflügelhalter
Bisher sind keine geflügelhaltenden Betriebe betroffen. Der Landwirtschaftsminister Neuseelands forderte aber alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter auf, die Biosicherheit hoch zu halten, um einen Viruseintrag zu verhindern.
Im Herbst vergangenen Jahres wurde in Neuseeland von der Regierung ein Geflügelrat ins Leben gerufen. Dieses Gremium begleitet ein gemeinsames Vorsorgeprogramm, das von Regierung und Geflügelwirtschaft aufgesetzt wurde, um mögliche negative Auswirkungen von Vogelgrippe-Infektionen auf die Geflügelbranche und die Versorgung der Bevölkerung mit Geflügelfleisch und Eiern zu minimieren.
Betriebe in Vietnam, Nepal und Philippinen betroffen
Wie das Fachmagazin WattPoultry berichtet, haben in anderen Ländern des asiatisch-pazifischen Raums die Vogelgrippe-Ausbrüche in kommerziellen Geflügelhaltungen deutlich zugenommen. Betroffen sind vor allem Vietnam, Nepal und die Philippinen. Aus Kambodscha und China wurden zudem Fälle von Infektionen bei Menschen gemeldet.
In Japan und Südkorea dagegen konnte die Vogelgrippe-Welle des vergangenen Herbst/Winters inzwischen gestoppt werden. In Japan gab es 24 Ausbrüche auf Geflügelbetrieben, 5,3 Mio. Tiere mussten gekeult werden oder verendeten. In Südkorea lag die Zahl bei über 7 Mio. Tieren, schreibt WattPoultry.
In Australien, wo es vor knapp vier Wochen den ersten Vogelgrippe-Fund bei einem Wildvogel gab, ist die Zahl der gefundenen infizierten Wildvögel inzwischen auf sieben gestiegen. Betroffen sind inzwischen drei Bundesstaaten.

































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