GS Die Genossenschaft mit Sitz im niedersächsischen Schneiderkrug hat im Geschäftsjahr 2025/26 fast 500.000 Tonnen Mischfutter verkauft. Viel Bewegung gab es im Geflügelsektor: Während der Absatz an Broilerfutter um knapp 20 Prozent stieg, gab es beim Legehennen- und Putenfutter deutliche Rückgänge – letzteres in erster Linie der Vogelgrippe geschuldet.
Cord Schiplage, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der GS, ordnete auf der jüngsten Generalversammlung das Jahr 2025 aus Sicht der Grünen Branche ein: „2025 war kein Jahr des Stillstands. Die Märkte sind nervös geblieben, viele Entscheidungen mussten unter Unsicherheit getroffen werden“, sagte er. Das Umfeld war von geopolitischen Unsicherheiten, schwankenden Energie- und Rohstoffmärkten, steigenden Kosten und hohen Anforderungen in der Landwirtschaft geprägt.
Erfreuliches Wachstum im Biobereich
Der Futtermittelbereich ist eine der tragenden Säulen und das Kerngeschäft von GS die Genossenschaft, die schwerpunktmäßig in der Veredlungsregion Weser-Ems tätig ist. Die Absatzmengen beim konventionellen Mischfutter gingen 2025/26 leicht zurück. In Summe lag der Absatz mit 484.687 Tonnen um 2,02 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Hinzu kommt eine Absatzmenge von rund 53.000 Tonnen beim Biofutter. Hier ist ein erfreuliches Wachstum von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Zu den Wachstumsträgern gehörte hier auch das Geflügelfutter.
Beim konventionellen Mischfutter lag das Schweinefutter mit einem Anteil von 65,5 Prozent weit vorne. Besonders dynamisch entwickelte sich der Broilerbereich: Mit einem Zuwachs von 19,33 Prozent auf 42.978 Tonnen bestätigt sich hier das vorhandene Marktpotenzial. Demgegenüber stehen jedoch deutliche Rückgänge bei Legehennenfutter (-32,14 Prozent) und Putenfutter (-15,07 Prozent).
Vogelgrippezug in Weser-Ems zeigt Wirkung
Im Geschäftsbericht der GS heißt es, dass diese rückläufigen Mengen weniger Ausdruck einer schwachen Marktposition seien, als vielmehr Folge konkreter struktureller Veränderungen. Im Legehennenbereich führten Wechsel großer Kunden in die Lohnhaltung zu einem spürbaren Mengeneffekt. Gleichzeitig hatte die Vogelgrippe ab Herbst erhebliche Auswirkungen auf den Putenbereich. Diese Entwicklungen zeigten, so der Geschäftsbericht, wie stark einzelne Ereignisse und Kundenstrukturen den Markt beeinflussen können.
Die GS will im Bereich Mischfutter vor allem die Kernsegmente Schwein, Geflügel und Spezialfutter stärken und weiter in Werke, Logistik und Prozesse investieren.
Dividende und Warenrückvergütung
Die GS Gruppe erzielte 2025 mit allen Geschäftssparten (Mischfutter, Bio, Energie, Baustoffe, Raiffeisenmärkte, Agrarbedarf) zusammen einen Konzernumsatz von rund 657 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragssteuern lag bei rund 11 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss betrug knapp 3,8 Mio. Euro. Vorgesehen sind eine Dividende von 4,5 Prozent auf die Geschäftsguthaben, Zusätzlich wurde eine Warenrückvergütung von rund 1,0 Mio. Euro berücksichtigt. Das entspricht 0,5 Prozent des Bezugsumsatzes.

































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