Die hochansteckende Geflügelpest H5N1 hat erstmals Australiens Festland erreicht. Das meldete der Deutschlandfunk. Der Erreger wurde bei einem Zugvogel im Westen des Landes nachgewiesen – ein Fund, der die weltweite Ausbreitung der Vogelgrippe weiter in den Fokus rückt.
Die Geflügelpest hat sich über die vergangenen Jahre fast über die ganze Welt ausgebreitet – nur Australien war der einzige freie Kontinent. Das hat sich nun geändert. Im Westen des Landes wurde H5N1 bei einem verendeten Zugvogel festgestellt. Es handele sich damit um den ersten Fall der für Vögel meist tödlichen Viruserkrankung.
Australiens Landwirtschaftsministerin Julie Collins sagte in einer Erklärung, dass das zwar enttäuschend sei, angesichts der weltweiten Ausbreitung der H5-Variante aber zu erwarten gewesen. Momentan gebe es noch keine Anzeichen für Infektionen bei Nutztieren. Eine Krisensitzung von Vertretern der Tier- und Landwirtschaftsbehörden sei einberufen worden. Laut Premierminister Anthony Albanese will die Regierung Maßnahmen ergreifen, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen.
Sorge auch um seltene Tierarten
Fachleute äußerten sich besorgt, dass die Vogelgrippe gerade in Australien zum Aussterben seltener Tierarten beitragen könnte. Fast die Hälfte der wildlebenden Vogelarten Australiens und mehr als drei Viertel der Säugetiere kommen ausschließlich dort vor.
Erst kürzlich war das Vogelgrippe-Virus H5N1 in einem australischen Außengebiet festgestellt worden. Auf zwei entlegenen australischen Inseln nahe der Antarktis sind Tausende See-Elefantenbabys an der hochansteckenden Krankheit verendet.




































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