Stallbrand in baden-württembergischem Geflügelhof – Landwirte helfen mit Güllefässern

22 September 2026
Deutschland
Feuer in Geflügelstall

Bei einem schweren Brand auf einem Geflügelhof in Baden-Württemberg sind rund 600 Gänse und Hühner verendet. Weil Löschwasser fehlte, halfen Landwirte mit Güllefässern und Baggern. Der Schaden geht in die Millionen.

Am Samstagnachmittag ist auf einem Aussiedlerhof in Grosselfingen im baden-württembergischen Zollernalbkreis ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Reutlingen gingen gegen 15.45 Uhr die ersten Notrufe ein. Mehrere Zeugen meldeten eine weithin sichtbare Rauchwolke.

Als die Feuerwehr den Hof in der Straße Hinter dem Weiher erreichte, standen Teile des Geflügelbetriebs bereits in Vollbrand. Mit einem Großaufgebot gelang es den Einsatzkräften gegen 17.15 Uhr, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Fehlendes Löschwasser erschwert Einsatz auf Geflügelhof

Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar. Nach Angaben der Tagesschau gibt es auf dem Aussiedlerhof keinen Hydranten, sondern lediglich einen Hauswasseranschluss. Die Einsatzkräfte mussten deshalb weitere Löschzüge anfordern und zwei Wasserleitungen legen.

Unterstützung kam von Landwirten aus der Umgebung. Sie brachten Güllefässer und Bagger zum Hof und halfen der Feuerwehr bei den Löscharbeiten. Der Einsatz dauerte bis weit in die Nacht. Zwei Einsatzkräfte erlitten leichte Verletzungen und kamen zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Landwirte helfen mit Güllefässern und Baggern

Feuerwehrkommandant Rainer Knoll hob gegenüber der Tagesschau die Unterstützung der Berufskollegen hervor: „Die haben uns gut unterstützt. Da dürfen Sie einen besonderen Dank schreiben!“

Noch in der Nacht zogen die Helfer brennendes Heu mit Baggern auseinander. Erst am Sonntagvormittag gegen 10 Uhr konnte die Feuerwehr schließlich „Feuer aus“ melden.

Rund 600 Gänse und Hühner sterben bei dem Brand

Für die Tiere kam die Hilfe zu spät. Nach bisherigem Kenntnisstand verendeten rund 600 Gänse und Hühner. Teile des Hallengebäudes stürzten über den Tieren ein.

In der etwa 60 Meter langen Halle lagerten außerdem Heu und hochwertige landwirtschaftliche Maschinen. Nach ersten Schätzungen der Polizei entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe.

Geflügelnews mit Material von agrarheute
Bild: Freiwillige Feuerwehr Rangendingen
Quelle: Eva Eckinger, Polizeipräsidium Reutlingen, tagesschau

Reagieren

Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.