Symbolbild
Agri-PV soll Stromerzeugung und Landwirtschaft/Tierhaltung auf einer Fläche verbinden. Bei der Anlage von Vattenfall in Mecklenburg-Vorpommern läuft die Stromproduktion bereits, für die geplante Legehennenhaltung auf einem Teil der Fläche sucht das Unternehmen weiterhin einen Betreiber. Und auch die landwirtschaftliche Nutzung läuft noch nicht wie geplant.
Vor gut einem Jahr wurde eine der größten Agri-Photovoltaik-Anlagen Deutschlands eröffnet. Sie steht in Tützpatz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern). Ein Jahr später läuft die Vorzeigeanlage von Vattenfall allerdings noch nicht wie geplant. Zwar liefern die in drei Abschnitten aufgeteilten rund 150.000 Solarmodule seit dem vergangenen Sommer mit ihrer vollen Nennleistung von 76 Megawatt (MWp) Strom.
Platz für bis zu 15.000 Legehennen
Unter einem Abschnitt der Anlage mit knapp 50 ha Fläche sind die Solarmodule fest aufgeständert. Hier sollen mobile Hühnerställe Platz finden. Die Fertigstellung von zunächst zwei Mobilställen ist für Ende November vorgesehen. Danach sollen die ersten Legehennen eingestallt werden. Noch ist nicht klar, ob es sich um eine konventionelle Haltung mit bis zu 2.500 Tieren pro Stall oder um eine Bio-Legehennenhaltung bis zu 2.000 Tiere handeln wird. Langfristig soll die Hühnerhaltung laut Konzept von Vattenfall auf bis zu 15.000 Tiere ausgebaut werden. Jedoch fehlt bisher laut Vattenfall ein Betreiber der Legehennenhaltung.
Auch auf den beiden anderen Abschnitten gibt es Probleme. Die sind jedoch anderer Art. Hier ist eine landwirtschaftliche Nutzung auf ca. 45 Hektar vorgesehen. Laut lokaler Medien können die dort errichteten einachsigen Nachführsysteme (Tracker) derzeit nicht bis zu den maximal vorgesehenen Winkeln gekippt werden. Damit ist das Durchfahren zwischen den Reihen mit großer Landtechnik nicht wie vorgesehen möglich.










































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