Erst vor wenigen Tagen kam die Nachricht, dass auf dem australischen Festland erstmals das Vogelgrippe-Virus H5N1 bei zwei Wildvögeln nachgewiesen worden war. Jetzt gibt es weitere Fälle ebenfalls bei Wildvögeln. Geflügelfleisch-Abnehmer Papua-Neuguinea reagierte prompt: Alle Geflügelimporte aus Australien wurden erst mal ausgesetzt.
Vor wenigen Tagen gab es die Meldung, dass auf dem australischen Festland zum ersten Mal Wildvögel gefunden worden waren, die mit der hochpathogenen Vogelgrippe H5N1 infiziert waren. Betroffen war der Bundesstaat Westaustralien mit zwei Wildvögeln und einem Pinguin. Aktuell werden weitere verendete Wildvögel untersucht. Es waren dort Dutzende Meldungen über kranke oder tote Vögel eingegangen.
Zweiter Bundesstaat betroffen
Inzwischen wurde ein weiterer Fall bei einem Wildvogel im benachbarten Bundesstaat Südaustralien gemeldet. Die Fundorte liegen ca. 1.200 km auseinander.
Die bestätigten Fälle haben das benachbarte Papua-Neuguinea dazu veranlasst, die Einfuhr von Geflügelfleisch und Geflügelprodukten aus Australien zu untersagen. Laut „The Poultry Site“ teilte dies das australische Landwirtschaftsministerium mit.
Haupt-Abnehmer Papua-Neuguinea
Obwohl australisches Geflügelfleisch überwiegend für den heimischen Markt produziert wird, ist Papua-Neuguinea Australiens wichtigster Exportmarkt; im Jahr 2023 wurden dort Waren im Wert von 44 Mio. Australischen Dollar (26,65 Mio. Euro) abgesetzt.
Export-Stopp wieder aufgehoben - unter Auflagen
Das Ministerium erklärte, das Einfuhrverbot sei verhängt worden, obwohl der australische Geflügelproduktion weiterhin frei von Vogelgrippe sei. Laut der australischen Landwirtschaftsministerin Julie Collins wurden diese Beschränkungen jedoch relativ rasch – unter gewissen Auflagen – wieder aufgehoben. Man stehe „in engem Austausch mit Papua-Neuguinea, um dieses Problem zu lösen“, wurde die Ministerin zitiert.
Das Beispiel Australien zeigt wieder einmal, wie schnell und empfindlich die Märkte beim Thema Vogelgrippe reagieren können und wie schnell langjährige Absatzwege gestört werden können.






































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