Die Geflügelbranche nahm die Tiergesundheit in den Fokus: (v.l.) LVBGW-Vorsitzender Robert Schmack, TGD-Vorsitzender Michael Häsch, LVBGW-Geschäftsführer Franz Beringer sowie die Referenten Dominik Wuttke, Dr. Julia Brüggemann, Dr. Philipp Hofmann, Stefanie Kümmel und Dr. Olivia Müller.
Gesunde Legehennen, längere Haltungsdauer und trotzdem gute Befunde: Wie das gelingen kann, diskutierten Fachleute auf der Legehennentagung in Grub. Dabei ging es auch um KI im Stall, Impfungen und neue Forschungsergebnisse.
Vor allem das Tierwohl stand im Mittelpunkt der Legehennentagung, zu der der Tiergesundheitsdienst Bayern mit dem Landesverband der Bayerischen Geflügelwirtschaft e.V. (LVBGW) in Grub einlud. „Es gibt sehr viele Stellschrauben, an denen wir drehen müssen. Eine davon ist die Tiergesundheit“, stellte TGD-Vorsitzender und stellvertretender LVBGW-Vorsitzender Michael Häsch bei der Begrüßung der Gäste fest. Auch LVBGW-Vorsitzender Robert Schmack stimmte zu: „Geflügel liegt im Trend und wir Halter müssen uns die Wirtschaftlichkeit bewahren.“ Er appellierte an die Zuhörer, das Image zu pflegen und Tierwohl- und Tierschutzfragen ernst zu nehmen.
KI soll Legehennen rund um die Uhr beobachten
Wie das technisch funktionieren kann, stellte Dominik Wuttke, Wolution GmbH&Co.KG vor. Er gab einen Einblick zu den Möglichkeiten KI-gestützter Kamerasysteme im Hühnerstall. Sie sollen den Tierhalter nicht ersetzen, sondern die Tiere rund um die Uhr beobachten und den Landwirt entsprechende Informationen liefern. „Das Ziel ist, Tierwohl und Effizienz in Einklang zu bringen.“
Längere Haltungsdauer braucht gutes Management
Dr. Julia Brüggemann, Leiterin des TGD-Geflügelgesundheitsdienstes, präsentierte die Ergebnisse und Praxistipps aus dem Schlachthennenprojekt. „Wir müssen das Management verbessern und einen Mittelweg zwischen Haltungsdauer und guten Befunden finden, wobei auch die Prophylaxe durch Impfung eine Rolle spielt“, lautete ihr Fazit. Passend dazu legte Dr. Olivia Müller von Zoetis dar, dass die Impfung mit einem E.coli-Lebendimpfstoff eine effektive Maßnahme zur Kontrolle der Kolibazillose in der Geflügelhaltung darstellt. „A und O ist die Prävention, Unterstützung bringt die Impfung.“
Forschung untersucht längere Nutzung von Legehennen
Aktuelle Forschungsschwerpunkte zur Legehenne hatte Dr. Philipp Hofmann, Landesanstalt für Landwirtschaft Kitzingen, dabei. So untersucht das Projekt „OptiLeg“ die optimierte Junghennenaufzucht und ihren Einfluss auf die verlängerte Haltungsdauer von Legehennen.
Nach dem Einblick in die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich Geflügel durch Stefanie Kümmel von den Bayerischen Staatsgütern stellten Tina Gross und Patrick Fritz, TLC Landgeflügel, die Legehennenschlachtung in Massing vor. Über die Geflügelsektion – Routine und Sonderfälle – berichtete Dr. Benjamin Schade vom Tiergesundheitsdienst und Aktuelles von der GQ-Eierdatenbank hatte Simon Ott von Fleischprüfring Bayern mitgebracht.








































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