Am Staatsgut Kitzingen wird seit Jahrzehnten untersucht, wie sich unterschiedliche Legehennen-Herkünfte entwickeln. Unter identischen Bedingungen begleiten Fachleute rund 4.700 Tiere von der Aufzucht bis zur Legephase. Die Ergebnisse helfen Landwirten dabei, passende Hühnerlinien für ihre Betriebe auszuwählen und Tierwohl sowie Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
Von der Junghenne zur Legehenne: Forschung mit langer Tradition
Die Leistungsprüfungen gibt es in Kitzingen seit den 1960er Jahren. Ziel ist es, neutrale und vergleichbare Daten zu gewinnen, damit Landwirte die passende Hühner-Herkunft für ihren Betrieb auswählen können.
Einheitliche Bedingungen für vergleichbare Ergebnisse
Im Junghennenstall des Staatsguts Kitzingen werden verschiedene Legehennen-Herkünfte unter einheitlichen Bedingungen aufgezogen und wissenschaftlich verglichen. Insgesamt leben rund 4.700 Tiere in mehreren Versuchsabteilen, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten.
In der Aufzuchtphase gibt es Fütterung in mehreren Phasen (Kükenstarter bis Junghennenfutter), regelmäßige Gewichtskontrollen und regelmäßige Tierbeurteilungen (Bonituren), z. B. zu Federzustand, Verletzungen und Körperbau. Dabei wird ein Bewertungssystem mit Punkten (Scores) genutzt, um den Gesundheitszustand objektiv zu erfassen.
Später im Prüfhof werden die Tiere als Legehennen weiter beobachtet, es gibt eine Erfassung der Legeleistung, eine Analyse des Futterverbrauchs und der Effizienz und auch hier regelmäßige Kontrollen des Tierzustands.
Neue Tests für Freiland- und Biohaltung geplant
Erstmalig werden in diesem Versuch die Tiere länger gehalten, um den Marktgegebenheiten gerecht werden zu können. Zukünftig wird es in einem neuen Stall auch Tests für Hühner in Freiland- und Biohaltung geben.
Die Forschung und Ausbildung in Kitzingen liefert Erkenntnisse für eine effiziente, tiergerechte und zukunftsfähige Geflügelhaltung.

































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