Weitere Ausbrüche der Newcastle Disease in den Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald

09 April 2026
Biosicherheit
Masthänchen

Die Newcastle-Krankheit breitet sich in Brandenburg weiter aus: Neue Ausbrüche in Oder-Spree und Dahme-Spreewald betreffen zehntausende Tiere. 

Weitere Ausbrüche in Oder-Spree bestätigt

Nach einem Ausbruch am Wochenende haben die Behörden im Landkreis Oder-Spree einen weiteren Fall der Newcastle-Krankheit festgestellt. Damit steigt die Gesamtzahl auf 18 Ausbrüche.

In zwei Masthähnchenbetrieben zeigten die Tiere deutliche Krankheitssymptome, zudem stiegen die Verluste stark an. Betroffen sind rund 68.000 Tiere, zusätzlich zu etwa 75.000 Tieren aus dem zuvor bestätigten Bestand.

Das zuständige Veterinäramt reagierte umgehend, sperrte die Betriebe und leitete Untersuchungen ein. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg wies das aviäre Paramyxovirus nach. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte anschließend den Befund.

Neuer Fall in Dahme-Spreewald 

Auch im Landkreis Dahme-Spreewald ist keine Entspannung in Sicht. In einem bereits betroffenen Betrieb breitete sich das Virus auf eine weitere Stallanlage aus. Dort sind etwa 130.000 Tiere betroffen.

Damit erfasst das Virus nun den gesamten Betriebsteil in Zernsdorf, einem Ortsteil von Königs Wusterhausen. Bereits seit Anfang März melden Behörden Ausbrüche in Bestensee, Zeesen, Mittenwalde und Zernsdorf.

Die zuständige Behörde ordnete die tierschutzgerechte Tötung der betroffenen Tiere an. Gleichzeitig erweiterten die Verantwortlichen die bestehenden Schutz- und Überwachungszonen.

Neue Allgemeinverfügungen treten sofort in Kraft. Die Restriktionsgebiete überschneiden sich teilweise mit bereits bestehenden Zonen. Die Behörden beziehen die neuen Fälle in ihre epidemiologischen Untersuchungen ein.

Die Behörden setzen weiterhin auf strikte Biosicherheitsmaßnahmen, um die Ausbreitung einzudämmen und weitere wirtschaftliche Schäden zu verhindern.

Geflügelnews
Bild: Cordula Möbius
Quelle: MLEUV

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