In Brandenburg breitet sich die Newcastle-Krankheit weiter aus. Behörden melden neue Ausbrüche in mehreren Landkreisen. Neben großen Legehennenbetrieben sind auch Kleinsthalter betroffen. Die Veterinärämter reagieren mit strengen Schutzmaßnahmen und intensiven Ermittlungen.
Weitere Ausbrüche in mehreren Landkreisen bestätigt
In Brandenburg haben die Behörden zusätzliche Fälle der Newcastle Disease festgestellt. Damit steigt die Zahl der Ausbrüche auf acht. Auch zwei Kleinsthalter mit Geflügel sind betroffen.
Großbetrieb im Landkreis Oder-Spree betroffen
Im Landkreis Oder-Spree zeigten rund 73.000 Legehennen am Wochenende deutliche Krankheitssymptome. Das zuständige Veterinäramt griff sofort ein und sperrte den Betrieb. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg wies in Proben das aviäre Paramyxovirus (APMV) nach. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte den Befund am 16. März 2026 offiziell.
Auch Kleinsthalter im Landkreis Spree-Neiße betroffen
Im Landkreis Spree-Neiße starben in zwei kleineren Beständen zahlreiche Tiere plötzlich. Die Behörden stellten auch dort die Krankheit amtlich fest.
Weitere Fälle in bestehenden Betrieben
In bereits betroffenen Betrieben in den Landkreisen Spree-Neiße und Dahme-Spreewald breitete sich das Virus weiter aus. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte Infektionen bei etwa 49.500 Tieren in Dahme-Spreewald (16. März) und bei rund 169.000 Tieren in Spree-Neiße (17. März).
Strenge Maßnahmen sollen Ausbreitung stoppen
Die Landkreise ordneten per Tierseuchenverfügung umfassende Maßnahmen an. Dazu gehören:
- tierschutzgerechte Tötung betroffener Bestände
- Einrichtung von Sperrzonen
- Schutzzonen im Umkreis von mindestens drei Kilometern
- Überwachungszonen von mindestens zehn Kilometern
Die Veterinärämter legen die genauen Grenzen fest und informieren die Halter direkt.
Behörden verfolgen Kontakte und Tierbewegungen
Experten analysieren die Ausbrüche im Detail. Sie verfolgen Tiertransporte, prüfen Kontakte von Personen und Fahrzeugen und kontrollieren Impfstrategien. Dabei arbeiten die Veterinärämter eng mit dem Friedrich-Loeffler-Institut zusammen. Die Behörden fordern Geflügelhalter auf, ihre Schutzmaßnahmen zu überprüfen.
Besonders wichtig ist:
- Kontakte zwischen Betrieben vermeiden
- Geräte und Materialien nicht austauschen
- Hygieneregeln strikt einhalten
Monitoring wird deutlich ausgeweitet
Das Monitoring zur Feststellung der Newcastle Disease wird durch die zuständigen Veterinärbehörden intensiviert. Sowohl klinisch krankes oder verendetes Geflügel als auch Wildvögel werden verstärkt untersucht.

































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