Im Kanton Luzern hat der Veterinärdienst in drei Poulet-Mastbetrieben das Newcastle-Virus nachgewiesen. Rund 24.500 importierte Masthühner wurden gekeult. Nach Behördenangaben handelt es sich um einen schwach krankmachenden Virustyp. Die Betriebe stehen unter Sperre, die Ermittlungen zur Ursache laufen.
Virusnachweis in drei Mastbetrieben
Der Veterinärdienst des Kantons Luzern hat das Newcastle-Virus (ND) im Rahmen einer Tierseuchenabklärung in drei Geflügelbetrieben festgestellt. Betroffen sind rund 24.500 Masthühner. Die Behörden sprechen von einem schwach pathogenen Virustyp. Damit unterscheide er sich deutlich von hochvirulenten Varianten, wie sie etwa in Deutschland zirkulieren.
Betriebe gesperrt und Tiere gekeult
Der Kanton Luzern sperrte die betroffenen Betriebe und ordnete die Keulung der Tiere sowie die fachgerechte Entsorgung von Einstreu und Material an.
Ziel der Maßnahmen ist es, eine mögliche Weiterverbreitung des Virus konsequent zu verhindern. Der Veterinärdienst arbeitet dabei eng mit dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) zusammen.
Mögliche Ursache: Impfvirus oder Umweltstamm
Nach aktuellem Stand geht der Kanton davon aus, dass importierte Eintagsküken aus Deutschland Kontakt mit einem Impfvirus gegen Newcastle Disease hatten. Dieser könnte den Virusnachweis ausgelöst haben.
Gleichzeitig schließen die Behörden nicht aus, dass ein in der Umwelt vorkommender, wenig infektiöser Virustyp die Ursache ist. Die Abklärungen laufen weiter.
Einordnung: Kein Zusammenhang zu früheren Fällen
Die Behörden betonen, dass kein Zusammenhang zu früheren ND-Fällen besteht. Diese traten zuletzt im Februar und März 2026 in den Kantonen St. Gallen und Schaffhausen auf.




































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