Newcastle-Krankheit breitet sich aus: Immer mehr Ausbrüche in Europa

13 Februar 2026
Impfung
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Die Newcastle-Krankheit (ND) greift in Europa weiter um sich. Besonders in Osteuropa steigt die Zahl der Ausbrüche rasant – auch Hobbyhaltungen sind zunehmend betroffen. Ein Bericht des britischen Landwirtschaftsministeriums Defra sieht zudem ein erhöhtes Risiko durch Zugvögel im Frühjahr.

Newcastle-Krankheit breitet sich in Europa weiter aus

Die Newcastle-Krankheit (ND) nimmt in Europa weiter zu. In mehreren Ländern steigt die Zahl der betroffenen Geflügelbetriebe deutlich an. Das geht aus einem Bericht des britischen Landwirtschaftsministeriums Defra hervor.
Besonders betroffen bleibt Polen. Dort registrierten die Behörden zwischen Juni 2025 und Ende Januar 2026 weitere 66 Ausbrüche in kommerziellen Geflügelbetrieben.

Neue Fälle in der Slowakei und Spanien

Auch in der Slowakei trat das Virus erneut auf. Im Dezember meldeten die Behörden einen Ausbruch in einem kleinen Geflügelbetrieb.

Spanien meldete rund um Weihnachten den ersten Fall seit 2022. Betroffen war ein Masthähnchenbetrieb mit 15.000 Tieren in der Region Valencia. Inzwischen stieg die Zahl der Ausbrüche dort auf fünf.

Weitere Länder meldeten ebenfalls Fälle: Bulgarien und Nordmazedonien registrierten im Sommer 2025 jeweils einen Ausbruch in Geflügelhaltungen.

Hobbygeflügel zunehmend betroffen

Deutlich zugenommen haben die Fälle bei nicht-kommerziellen Haltern. Vor allem in Osteuropa meldeten Hobbyhalter und private Bestände immer häufiger Infektionen.
Defra berichtet, dass die Zahl der Meldungen von sieben Fällen im September und Oktober auf vierzig Fälle im Dezember anstieg.

Starker Anstieg in Polen

Auch das europäische Meldesystem ADIS dokumentiert die Entwicklung. Polen meldete demnach im Dezember 2025 insgesamt 28 Ausbrüche bei nicht-kommerziellen Haltern, im November waren es 20.

Im Dezember traten zudem Fälle in Lettland, Tschechien und der Slowakei auf. Der Trend setzte sich im Januar 2026 fort: Bis zum 21. Januar registrierte Tschechien sechs Ausbrüche, Polen ebenfalls sechs.

Großbritannien verschärft Handelsbeschränkungen

Großbritannien reagiert auf die Lage mit Handelsrestriktionen. Das Land setzt dabei auf Regionalisierung: Aus offiziell ausgewiesenen Sperrgebieten dürfen weder lebende Vögel noch Geflügelprodukte nach Großbritannien exportiert werden.
Warum die Zahl der Ausbrüche so stark steigt, bleibt laut Defra bislang unklar.

Auffällig ist jedoch, dass viele Infektionen Masthähnchenbetriebe betreffen.
Ob Wildvögel – einschließlich jagdbarer Arten – bei der aktuellen Ausbreitung eine Rolle spielen, lässt sich laut Defra derzeit nicht sicher bewerten. Die Behörden sehen hier noch offene Fragen.

Defra warnt vor erhöhtem Risiko im Frühjahr

Besonders die jüngsten Fälle in Spanien könnten laut Defra im Frühjahr ein werden. Wenn Singvögel und andere Arten über die ostatlantische Zugroute nach Norden ziehen, steigt das Risiko einer Einschleppung.

Aktuell stuft Defra das Risiko für Geflügel – in diesem Fall speziell in Großbritannien - zwar weiterhin als gering ein. Innerhalb dieser Kategorie habe es jedoch zugenommen. Defra empfiehlt, die Lage in Spanien besonders im Februar und März eng zu beobachten.

Geflügelhaltern rät die Behörde, Impfungen konsequent umzusetzen und Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten.

Geflügelnews
Bild: Agrio
Quelle: Tom Schotman

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