Schweiz: Newcastle-Krankheit bei Legehennen ausgebrochen

16 März 2022
Krankheiten

In einem Geflügelbetrieb in Develier bei Delémont (Schweiz, Kanton Jura) ist die hochansteckende Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Der Ausbruch betrifft einen Betrieb mit ungefähr 15 000 Legehennen.

Die Herkunft der Krankheit ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt. Um eine Weiterverbreitung der Tierseuche zu verhindern, leitet der Kanton Jura derzeit die nötigen Vorkehrungen ein. Der betroffene Betrieb wurde gesperrt und nur das betreuende Personal hat Zutritt zu den Ställen. Die Veterinärbehörden richteten eine Schutzzone von ungefähr drei Kilometern und eine Überwachungszone von rund zehn Kilometern rund um den Betrieb ein. Gemeinsam mit dem Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen bereitet der Kanton die  Keulung der betroffenen Legehennen vor.  

Der letzte Fall von Newcastle-Krankheit trat im Januar 2022 im Kanton Zürich auf. Es gibt keine Hinweise darauf, dass ein Zusammenhang mit diesem Fall besteht. Seit dem Jahr 2017 war die Schweiz frei von der Seuche. Typische Symptome der Newcastle-Krankheit sind eine verminderte Legeleistung oder das Einstellen des Eierlegens. Die Eischale ist dünn und verfärbt. Die durch ein Virus verursachte Krankheit kommt auch bei Wildvögeln vor, ist hochansteckend und wird über die Luft oder durch direkten Kontakt übertragen. Sie kann sich auch indirekt über Personen, Geflügelprodukte oder Eierkartons ausbreiten. 

 

Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen
Bild: Geflügelnews

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