Vier Fälle von Newcastle Disease in Spanien

08 Januar 2026
Impfung
Spanien

Die Newcastle Disease (ND), auch bekannt als atypische Geflügelpest, ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung und in Deutschland anzeigepflichtig. Bei uns besteht Impfpflicht. Eine Infektion führt ansonsten zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Verlusten. In Polen gab es in den vergangenen Monaten mehrere Fälle von ND, jetzt sind aus Spanien vier Fälle bekannt geworden.

In den vergangenen Monaten sind aus Polen sehr viele Fälle von Newcastle Disease (ND) bei Legehennen, Junghennen und auch Zuchttieren bekannt geworden. Dort gibt es erst seit 1. April 2025 eine Impfpflicht. Fast 5 Mio. Stück Geflügel sind der Seuche dort im vergangenen Jahr zum Opfer gefallen. Verursacher war in Polen ein eventuell aus dem Nahen Osten eingeschleppter Stamm. Auch in Belgien und der Slowakei gab es je einen Ausbruch. Seit dem 1. Januar 2026 meldete die WOAH (World Organisation for Animal Health) weitere Fälle aus Polen aus zum Teil großen Legehennenbeständen. 

Vier Masthähnchenbetriebe betroffen 

Nun gab es auch eine WOAH-Meldung zu Spanien. Dort gibt es vier ND-Fälle in Masthähnchenbeständen in der Region Valencia mit insgesamt rund 80.000 Tieren. Laut WOAH sind die Eintragswege nicht bekannt oder unklar.  

Die Newcastle Disease (ND) ist hoch ansteckend und führt zu schwerwiegenden wirtschaftlichen Verlusten in der Geflügelhaltung. Sie kann auch Wildvögel betreffen. Zu den Symptomen zählen Atemwegserkrankungen, Nervensymptome, Durchfall und bei Hühnern ein deutlicher Rückgang der Legeleistung. Die Sterblichkeitsrate kann je nach Virusstamm und Geflügelart sehr hoch sein.

Impfung und Impfplan strikt befolgen

In Deutschland besteht eine gesetzliche Impfpflicht gegen Newcastle Disease für alle Geflügelhalter, einschließlich Hobbyhalter. Sie gilt für Hühner und Puten. Die Impfung ist verpflichtend, um eine Verbreitung der Krankheit zu verhindern und die Geflügelbestände zu schützen. Es ist wichtig, die Impfungen regelmäßig durchzuführen und den Impfplan einzuhalten. Verstöße können strafrechtliche Konsequenzen haben.

Die Wahl des Impfstoffs und der Impfplan hängen von den lokalen Vorschriften, dem Geflügeltyp und dem Alter der Tiere ab. Es ist wichtig, die Anweisungen des Tierarztes strikt zu befolgen, um eine optimale Wirksamkeit der Impfung zu gewährleisten.

Text:
Christa Diekmann-Lenartz

Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der intensiven Tierhaltungsregion Weser-Ems (und Studium der Agrarwissenschaften). Seit vielen Jahren berichtet sie darüber, was sich im Bereich Geflügel tut - mit Schwerpunkt Niedersachsen.

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Bild: AdobeStock_victoria
Quelle: WOAH

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