Polens Geflügelsektor leidet massiv unter Seuchenausbrüchen und sieht sich durch das Mercosur-Abkommen zusätzlich wirtschaftlich bedroht.
Neue Ausbrüche: 1,5 Millionen Hühner gekeult in Masowien
Polens Geflügelsektor wird derzeit massiv durch Seuchenausbrüche belastet. Besonders betroffen ist das Land von der hoch pathogenen Vogelgrippe und der Newcastle-Krankheit (NCD). Kürzlich kam es in der zentralpolnischen Region Masowien zu zwei neuen NCD-Ausbrüchen. Dabei mussten 1,5 Millionen Hühner gekeult werden.
Seit Jahresbeginn wurden in Polen bereits dreißig Fälle von NCD registriert. Insgesamt sind dabei bereits 3,5 Millionen Stück Geflügel getötet worden. Diese Seuchenausbrüche stellen eine große Herausforderung für die gesamte Geflügelwirtschaft dar.
Geflügelbranche unter Druck: Strukturelle Schwächen verschärfen Krise
Die Geflügelbranche in Polen leidet zudem unter strukturellen Problemen. Es bestehen erhebliche Überkapazitäten in Schlachthöfen und Verarbeitungsbetrieben, was bei Seuchenausbrüchen zu langen Produktionsausfällen führt. Dies wiederum schädigt das Vertrauen der Kunden und schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe.
Vor diesem Hintergrund befürchtet der polnische Geflügelsektor, durch das geplante Mercosur-Handelsabkommen besonders hart getroffen zu werden. Als größter Geflügelfleischerzeuger und -exporteur der EU sieht sich Polen im Nachteil gegenüber neuen Importkonkurrenten.

































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