In Polen gab es 2025 bereits 47 Vogelgrippe-Ausbrüche. Die FAO warnt vor einer globalen Ausbreitung und fordert schnelles Handeln.
Vogelgrippe in Polen: Bereits 3,2 Millionen Tiere getötet
Die Vogelgrippe breitet sich in Polen weiter aus. Laut der Obersten Veterinärbehörde wurden in diesem Jahr bereits 47 Ausbrüche der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) in kommerziellen Geflügelhaltungen bestätigt. Allein im März gab es 13 neue Fälle. Zudem wurden zehn Ausbrüche in Hobbyhaltungen festgestellt, davon zwei in diesem Monat. Insgesamt mussten 2025 bereits fast 3,2 Millionen Tiere getötet werden, allein im März waren es rund 576.000.
FAO warnt: „Beispiellose“ Ausbreitung der Seuche weltweit
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) warnt vor einer „beispiellosen“ globalen Ausbreitung der Vogelgrippe. Laut FAO-Vize-Generaldirektor Godfrey Magwenzi müsse dringend gehandelt werden, um Hausgeflügelbestände besser zu schützen. Die Organisation empfiehlt betroffenen Staaten, die Überwachung und Laborkapazitäten auszubauen, das Risikomanagement in Betrieben zu verbessern und Impfstrategien in Betracht zu ziehen. Zudem sei eine schnellere Reaktion auf Ausbrüche erforderlich, um die Ausbreitung der Seuche einzudämmen.
Frankreich kürzt Impf-Förderung trotz steigender Fälle
In Frankreich scheint die FAO-Warnung allerdings kaum Wirkung zu zeigen. Die französische Regierung plant, die staatliche Unterstützung für die HPAI-Impfung weiter zu reduzieren. Laut Medienberichten soll der Zuschuss für Entenimpfungen ab Oktober auf 40 % gesenkt werden. In der ersten Impfkampagne 2023/24 hatte der Staat noch 85 % der Kosten übernommen, im vergangenen Sommer wurde die Förderung bereits auf 70 % gesenkt.
Eierknappheit in den USA: EU-Staaten sollen liefern
Unterdessen hat die Geflügelpest auch Auswirkungen auf die weltweite Eierproduktion. Medienberichten zufolge haben die USA wegen einer knappen Versorgung mit Eiern bei mehreren EU-Staaten, darunter Dänemark, Finnland, die Niederlande und Schweden, um Lieferungen angefragt. Die Branchenverbände wurden gebeten, mögliche Exportmengen zu ermitteln.

































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