Spanien und China sichern Geflügelhandel trotz Seuchengefahr ab

20 April 2026
Politik
Spanien und China

Spanien und China bauen ihre Agrarpartnerschaft aus. Ein neues Abkommen soll den Handel mit Geflügelprodukten auch bei Ausbrüchen von Vogelgrippe oder Newcastle-Krankheit sichern. Gleichzeitig öffnen sich neue Märkte für Schweinefleisch und Düngemittel.

Abkommen bei Staatsbesuch in Peking

Beim Besuch von Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez in Peking haben Spanien und China mehrere Kooperationsprotokolle unterzeichnet. Im Zentrum steht ein Regionalisierungsabkommen für den Geflügelsektor.

Handel soll trotz Seuchen weiterlaufen

Das Abkommen legt fest: Treten Vogelgrippe oder die Newcastle-Krankheit auf, beschränken die Behörden den Handel nur auf betroffene Regionen. Geflügelprodukte aus seuchenfreien Gebieten bleiben weiter exportfähig. Beide Staaten wollen so Handelsstopps vermeiden und Lieferketten stabil halten.

Spanien zählt zu Europas großen Produzenten

Spanien gehört zu den führenden Geflügelproduzenten in Europa. Im Jahr 2024 erzeugte das Land rund 1,8 Millionen Tonnen Geflügelfleisch. Etwa 266.000 Tonnen gingen in den Export, der Großteil in EU-Staaten. Wichtige Märkte außerhalb der Union sind Großbritannien und Südafrika. China spielt bislang nur eine Nebenrolle als Abnehmer.

Unterschiedliche Seuchenlage

Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit meldete Spanien in den vergangenen Monaten mehrere Fälle der Newcastle-Krankheit, vor allem in der Region Valencia. In China registrierte die Organisation zuletzt keine entsprechenden Ausbrüche. Vogelgrippe tritt dagegen in beiden Ländern auf.

Weitere Öffnung für Agrarprodukte

Neben dem Geflügelabkommen stärken beide Länder auch den Handel mit verarbeitetem und gekochtem Schweinefleisch aus Spanien. Zudem will China seinen Markt für Düngemittel öffnen, die aus tierischen Proteinen hergestellt werden.

Geflügelnews
Bild: AdobeStock-stu-khaii, AdobeStock-Kuemin

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