Die Zeiten, in denen der Fleischverbrauch in China insgesamt rasant gewachsen ist, scheinen vorbei zu sein. Zwar dürfte in China der Fleischverbrauch in den nächsten Jahren noch zulegen, jedoch nur schwach. Das Deutsch-Chinesische Agrarzentrum (DCZ) rechnet in seinem aktuellen „China Agricultural Outlook report 2024-2033“ mit einem Anstieg von aktuell geschätzten 101 Mio. Tonnen auf 102 Mio. Tonnen im Jahr 2028. Bis 2033 sollen 102,5 Mio. Tonnen erreicht werden. Entgegen dem Gesamttrend soll der Geflügelfleischmarkt jedoch stark wachsen.
Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, rechnet das Agrarzentrum kaum mit einem Wachstum der Fleischerzeugung. Prognostiziert wird, dass sich diese nach aktuellen 96,7 Mio. Tonnen in den Jahren 2028 und 2033 auf jeweils 97 Mio. Tonnen belaufen wird. Demnach würde rein rechnerisch das Produktionsdefizit der Volksrepublik bei Fleisch von geschätzten aktuell gut 4 Mio. Tonnen auf 5 Mio. Tonnen im Jahr 2028 und auf 5,5 Mio. Tonnen fünf Jahre später steigen.
Das DCZ gibt zum Ausblick für den Fleischmarkt zu bedenken, dass potenzielle Risiken für die Produktion bestehen, wie etwa Seuchenausbrüche. Außerdem könne eine alternde und wohlhabendere Bevölkerung ihre Konsummuster verändern. Schließlich wird darauf hingewiesen, dass mögliche Handelsstreitigkeiten mit wichtigen Partnern sich auch auf die Import- und Exportströme von Fleisch auswirken könnten.
Prognose: Geflügelfleischerzeugung in China wächst schnell
Den Zenit überschritten hat nach Einschätzung des DCZ der chinesische Schweinefleischmarkt. Ausgehend von einem diesjährigen Verbrauch von schätzungsweise 58,3 Mio. Tonnen soll die Nachfrage nach Schweinefleisch bis 2028 auf 56,3 Mio. Tonnen und bis 2033 auf 54,7 Mio. Tonnen abnehmen.
Kräftig wachsen soll den DCZ-Prognosen zufolge der Geflügelfleischverbrauch, und zwar von 26,3 Mio. Tonnen in diesem Jahr auf 27,9 Mio. Tonnen im Jahr 2028 und 29,3 Mio. Tonnen im Jahr 2033. Noch schneller zunehmen soll die Inlandserzeugung; sie wird laut DCZ von derzeit 25,8 Mio. Tonnen auf 27,4 Mio. Tonnen im Jahr 2028 und 29,0 Mio. Tonnen im Jahr 2033 steigen. Entsprechend soll der Importbedarf an Geflügelfleisch von diesjährigen 1,25 Mio. Tonnen auf 1,05 Mio. Tonnen im Jahr 2033 sinken.
































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