Was bedeuten Geflügelpest und Afrikanische Schweinepest für Tierhalter – auch wirtschaftlich? Das FLI will genau das wissen und sucht Teilnehmer für eine Befragung.
FLI untersucht Folgen von Geflügelpest und ASP
Tierseuchen treffen landwirtschaftliche Betriebe nicht nur durch erkrankte oder getötete Tiere. Sie können auch erhebliche wirtschaftliche und soziale Folgen haben. Wie stark Geflügelpest und Afrikanische Schweinepest (ASP) Tierhalter belasten, untersucht jetzt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts WiLiMan-ID.
Dafür sucht das Institut Geflügel- und Schweinehalter in Deutschland, die ihre Erfahrungen und Einschätzungen teilen. Auch Verbraucher können an der Studie teilnehmen. Die Befragung läuft bis zum 15. November 2026. Die Teilnahme ist freiwillig und anonym.
Tierhalter sollen ihre Erfahrungen mit Tierseuchen einbringen
Im Mittelpunkt stehen die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Aviären Influenza, auch Geflügelpest oder Vogelgrippe genannt, sowie der Afrikanischen Schweinepest. Die Wissenschaftler wollen damit nicht allein betrachten, wie sich die beiden Tierseuchen auf die Tiergesundheit auswirken.
Die Studie soll auch zeigen, wie Geflügel- und Schweinehalter die Folgen erleben und einschätzen. Zusätzlich beziehen die Forscher die Sicht von Verbrauchern ein.
Die Ergebnisse fließen in das europäische Forschungsprojekt WiLiMan-ID ein. Der Name steht für „Wildlife, Livestock, huMan and Infectious Disease“, also Wildtiere, Nutztiere, Mensch und Infektionskrankheiten.
Forschungsprojekt untersucht fünf bedeutende Tierseuchen
WiLiMan-ID startete im Mai 2023 und läuft über fünf Jahre. Das EU-Programm Horizon Europe fördert das Projekt, an dem 14 Partner beteiligt sind.
Die Forscher wollen herausfinden, welche Faktoren dazu beitragen, dass sich Tierseuchen unter veränderten Umweltbedingungen ausbreiten und dauerhaft etablieren können. Sie untersuchen dabei fünf Krankheiten:
- Aviäre Influenza (Geflügelpest)
- Afrikanische Schweinepest
- West-Nil-Fieber
- Afrikanische Pferdepest
- Chronic Wasting Disease (CWD)
Forschung soll Prävention und Tierseuchenbekämpfung verbessern
Dabei verfolgen die Wissenschaftler einen interdisziplinären Ansatz. Sie betrachten nicht nur die Krankheitserreger selbst, sondern auch deren Wirte, das Zusammenspiel verschiedener Wirtsarten sowie die jeweiligen Umweltbedingungen.
Die gewonnenen Daten sollen zusammengeführt werden und helfen, neue Strategien für die Prävention, Überwachung und Bekämpfung von Tierseuchen zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen insbesondere politischen Entscheidungsträgern als Grundlage dienen.







































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