Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Insel Riems, ist als nationales Referenzlabor aktuell unter anderem viel beschäftigt mit der Vogelgrippe. Erstmals ist das Institut, das zum Bundeslandwirtschaftsministerium gehört, jetzt mit einem Stand auf der Grünen Woche vertreten. Das Interesse an der Arbeit des FLI ist groß.
Dr. Dirk Höper, Wissenschaftler am FLI Insel Riems, beschäftigt sich mit der Erbgut-Sequenzierung von Viren. Diese Sequenzierung ist bei Vogelgrippe-Viren entscheidend, um deren Entwicklung, Ausbreitung und pandemisches Potenzial zu überwachen. Sie hilft dabei, Eintragswege zu verstehen und bessere Vorsorgemaßnahmen zu entwickeln. Die Vogelgrippe hat in diesem Herbst/Winter nicht nur zu viel Tierleid, sondern auch zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden geführt.
Schulklassen und Landwirte auf dem Stand des FLI
Dr. Dirk Höper hat seinen Arbeitsplatz auf der Insel Riems vergangene Woche mit dem FLI-Stand auf der Grünen Woche getauscht. Er und mehrere Kolleginnen und Kollegen informieren hier über ihre Arbeit. Das Interesse bei Besucherinnen und Besuchern ist sehr groß, sagt er. Der Stand ist den ganzen Tag über gut frequentiert. Schulklassen machen einen Stopp, auch interessierte Einzelbesucher. Aber ebenso kommen Landwirtinnen und Landwirte, um Fragen zur konkreten Arbeit des FLI zu stellen. Viele Besucher wissen zwar, was Krankheiten wie Vogelgrippe oder Afrikanische Schweinepest verursachen können, die genauen Folgen sind jedoch wenigen bekannt.
Ein Highlight des FLI-Stands ist ein Mini-Sequenziergerät, das kaum größer als ein Schokoriegel ist. Besucher können sich außerdem als „Virusjäger“ versuchen, indem sie DNA-Informationen zu Viren zusammenpuzzeln. An den anderen Stationen auf dem FLI-Stand geht es um Pipettieren, Arbeiten mit Erregern in der höchsten Biosicherheitsstufe oder um digitale Lösungen für mehr Tierwohl – Themen, die an den insgesamt zwölf FLI-Fachinstituten an fünf Standorten bearbeitet werden.
Austausch mit breiter Öffentlichkeit ist positiv
Im Mittelpunkt aller Arbeiten des FLI stehen die Gesundheit von Nutztieren und der Schutz vor Zoonosen – Infektionen, die von Tieren auf den Menschen übertragbar sind. Dr. Höper freut sich, diese für die landwirtschaftliche Tierhaltung wichtigen Themen hier nicht nur mit Fachleuten, sondern zur Abwechslung mit der breiten Öffentlichkeit zu diskutieren.




































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