Frankreich: Impfung gegen Vogelgrippe

21 Dezember 2021
Impfung

Seit Mai dieses Jahres untersucht das französische Landwirtschaftsministerium die Machbarkeit einer Impfung gegen die Vogelgrippe bei Enten. Ein Expertenteam soll mit Hilfe von diagnostischen Tests klären, wie wirksam der Impfstoff ist und ob er sicher angewendet werden kann. Verwendet werden so genannte Totimpfstoffe, die derzeit ausschließlich bei Enten eingesetzt werden. Das französische Landwirtschaftsministerium prüft jedoch, ob zu einem späteren Zeitpunkt auch Legehennen und Elterntiere geimpft werden könnten. Dazu sei es wichtig, eindeutig zwischen geimpften und infizierten Tieren unterscheiden zu können.

„Obwohl kein Impfstoff die Virusausscheidung vollständig unterdrücken kann, soll mit der Impfung eine Herdenimmunität erreicht und eine Viruszirkulation innerhalb einer Farm und zwischen verschiedenen Geflügelfarmen verhindert werden“, erklären die Autoren der französischen Vogelgrippe-Impfstudie. „Die Kosten einer solchen Strategie scheinen in keinem Verhältnis zu den Auswirkungen der Krisen zu stehen. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Elemente quantifiziert werden können“, so die Autoren.

In einer am 19. Oktober 2021 veröffentlichten Studie beschreibt der Allgemeine Rat für Ernährung, Landwirtschaft und ländliche Räume (CGAAER) die Bedingungen, unter denen eine Impfstoffstrategie gegen die hochpathogene Vogelgrippe (HPAI) in Frankreich eingesetzt werden könnte. So bald wie möglich sollen weitere Studien mit verfügbaren oder in der Entwicklung befindlichen potenziellen Impfstoffen durchgeführt werden. Bei der Entwicklung soll das Augenmerk auf Impfstoffe gelegt werden, die lediglich eine einmalige Anwendung erfordern und mit der Mehrfachimpfung in der Brüterei kompatibel sind.

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