Ukraine: USDA prognostiziert moderates Wachstum der Hühnerfleischproduktion bis 2026

26 August 2025
Markt Geflügelfleisch
ukrainische Flagge und Geflügelfleisch

Die Ukraine baut ihre Hühnerfleischproduktion in den Jahren 2025 und 2026 moderat aus. Laut USDA bleibt die EU der wichtigste Markt für Exporteure. Während die Produktion nur leicht wächst, sorgen Investitionen einzelner Unternehmen wie Avesterra für zusätzliche Kapazitäten.

Die Hühnerfleischproduktion in der Ukraine wird laut USDA in den Jahren 2025 und 2026 leicht zulegen. Während 2025 ein Produktionsvolumen von rund 1,41 Mio. Tonnen erwartet wird, soll 2026 eine moderate Steigerung auf 1,44 Mio. Tonnen folgen. Damit bleibt die Ukraine ein stabiler, aber nicht rasant wachsender Akteur auf dem internationalen Geflügelmarkt.

Ukraine bleibt sechstgrößter Hühnerfleischexporteur der Welt

Auch die Exporte entwickeln sich positiv: 2024 lag die Ausfuhrmenge bei 463.000 Tonnen, womit die Ukraine weltweit den 6. Platz unter den Exporteuren einnahm. Für 2025 prognostiziert das USDA einen Anstieg auf 480.000 Tonnen, 2026 sogar auf bis zu 490.000 Tonnen. Hauptabsatzmarkt bleibt die Europäische Union (EU), die für ukrainische Anbieter weiterhin als besonders lukrativ gilt – trotz Auslaufens der autonomen Handelsmaßnahmen (ATM) im Juni 2025.

Investitionen von Avesterra stärken Kapazitäten

Ein entscheidender Faktor für die leichte Expansion ist die Investition der Avesterra Group in Höhe von rund 69 Mio. US-Dollar in eine neue Verarbeitungsanlage. Der Großteil der Branche bleibt jedoch stabil, ohne größere Kapazitätsausweitungen. Marktführer bleibt der Lebensmittelkonzern MHP mit einem dominanten Marktanteil von 54 %. Mittelständische Produzenten wie Avesterra erreichen zusammen rund 15 %, während kleinere Betriebe größtenteils auf den Binnenmarkt beschränkt sind.

Stabile Entwicklung ohne große Expansion erwartet

Das USDA betont, dass die Geflügelproduktion in der Ukraine hocheffizient organisiert ist. Verbesserungen konzentrieren sich vor allem auf optimierte Futterverwertung und moderne Betriebsabläufe. Eine „große Expansion“ wird jedoch nicht erwartet.

Geflügelnews
Bild: AdobeStock_lauritta
Quelle: AgE

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