Krieg in der Ukraine: Exportmenge bei Mais sinkt deutlich

22 März 2022
Rohstoffe

Das US-Agrarministerium zeichnete bereits in seinem Märzbericht die ersten Auswirkungen des Ukraine-Krieges. Die Agrarmärkte sind nervös. Schon jetzt zeichnen sich deutliche Tendenzen ab, die sich insbesondere auf die Exportmengen aus der Schwarzmeerregion auswirken. 

Insbesondere bei Mais wird mit geringeren Exporten gerechnet. Diese fallen laut USDA-Prognose um 6 Mio. t auf 27,5 Mio. t. Als Folge sinken auch die Importmengen für einige große Importländer wie die Türkei, Ägypten, Algerien, Israel, Indien und Bangladesh. Den Importbedarf der EU gibt das US-Agrarministerium weiterhin mit 15 Mio. t an. Insgesamt rechnen die Experten mit geringeren globalen Endbeständen. Diese belaufen sich auf 300,97 Mio. t nach 302,22 Mio. t im Vormonat und 291,45 Mio. t im Vorjahr. Mit Blick auf die einzelnen Länder werden die Endbestände für die Ukraine, Russland und Indien erhöht. Kürzungen gab es für Argentinien, Südafrika und Bangladesh.

Bei Weizen werden insbesondere für Russland und die Ukraine geringere Exporte erwartet. Aufgrund der angespannten Lage in der Schwarzmeerregion und hohen Weizenpreisen wird mit rückläufigen Importmengen einiger Hauptimportländer gerechnet. Hierzu zählen insbesondere Jemen, Türkei, Ägypten, Afghanistan, Algerien, Kenia, Pakistan und Tansania. Gleichzeitig schlägt sich die Situation auf die globalen Verbrauchszahlen nieder. Einer Produktion von 778,52 Mio. t steht ein Verbrauch von 787,28 Mio. t gegenüber. Als Folge von gestiegener Produktion und rückläufigem Verbrauch steigen die Weltendbestände wieder an. Sie belaufen sich auf 281,51 Mio. t nach 278,51 Mio. t im Vormonat.

 

 

Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Bild: Geflügelnews

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