Geflügel & Getreide: EU stoppt Ukraine-Handelsvorteile ab Juni

18 Mai 2025
Agribusiness
Ukraine Küken

Die EU will die zollfreien Agrarimporte aus der Ukraine ab Juni 2025 beenden – mit weitreichenden Folgen für Bauern in der Ukraine und der EU.

Die Europäische Union plant, die seit Anfang 2022 geltenden Importvorteile für ukrainische Agrarprodukte auslaufen zu lassen. Betroffen sind unter anderem Geflügelfleisch, Eier, Mais, Milchprodukte, Rind- und Schweinefleisch sowie Weizen. Das berichtet Het Financieele Dagblad unter Berufung auf entsprechende EU-Dokumente.

Zollfreiheit für ukrainische Agrarimporte endet am 5. Juni 2025

Hintergrund der Sonderregelungen war die Unterstützung der ukrainischen Wirtschaft nach dem russischen Angriffskrieg. Die aktuellen Handelsvergünstigungen laufen am 5. Juni 2025 aus. Ab dem 6. Juni könnte damit der zollfreie Zugang für diese Produkte zur EU enden.

Laut Het Financieele Dagblad arbeitet die Europäische Kommission an sogenannten Übergangsmaßnahmen. Ziel ist es, ein neues Handelsabkommen mit der Ukraine zu verhandeln. Dabei steht die Kommission unter dem Druck einzelner Mitgliedsstaaten – insbesondere Polen und Frankreich –, deren Landwirtschaftssektor sich durch die günstigen ukrainischen Importe wirtschaftlich benachteiligt sieht.

Ukraine befürchtet Exportrückgang von 3,5 Milliarden Euro jährlich

Die ukrainische Regierung rechnet im Falle eines Endes der Zollbefreiung mit massiven wirtschaftlichen Einbußen. Laut eigenen Angaben könnte der Exportausfall jährlich Einnahmen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro kosten.

Geflügelnews
Bild: Cordula Möbius, Dieter Theyssen, AdobeStock_Maksym Dragunov
Quelle: pluimveeweb

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