Geflügelpest in Honduras: Mehr als 42.000 Tiere betroffen

23 Juni 2026
Biosicherheit
Honduras

Die Geflügelpest hat erstmals kommerzielle Geflügelbestände in Honduras erreicht. Auf einem Zuchtbetrieb in Santa Bárbara infizierten sich mehr als 42.000 Tiere mit hochpathogener Aviärer Influenza. Die Behörden reagierten mit Keulung, Quarantäne und verschärften Biosicherheitsmaßnahmen.

Behörden bestätigen HPAI-Ausbruch auf Zuchtbetrieb

Die Tiergesundheitsbehörden in Honduras haben einen Ausbruch der hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) auf einem Zuchtbetrieb in Santa Bárbara bestätigt.

Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) waren insgesamt 42.331 Tiere betroffen. 2.800 Tiere verendeten infolge der Infektion. Die Behörden keulten anschließend weitere 39.531 Tiere, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Hohe Verluste auch in Brüterei

Der Nationale Dienst für Agrar- und Lebensmittelsicherheit Honduras’ (SENASA) leitete nach Meldungen über ungewöhnlich hohe Tierverluste sofort Untersuchungen ein. Veterinäre entnahmen Proben und stellten den Betrieb unter Quarantäne. Laboranalysen bestätigten anschließend den HPAI-Ausbruch.

Nach der Bestätigung aktivierte SENASA den nationalen Seuchenplan gegen Aviäre Influenza. Alle Zuchttiere des Betriebs wurden getötet.

Auch eine angeschlossene Brüterei war betroffen. Dort vernichteten die Behörden 89.900 Küken sowie 315.979 Bruteier. Gleichzeitig verstärkte SENASA die Überwachung von Geflügelbetrieben, Hinterhofhaltungen und Wildvogelpopulationen. Zudem verschärfte die Behörde die Meldepflichten für Verdachtsfälle.

Eine Gruppe Schwarzgeier

Nach Angaben der Behörden arbeitet Honduras eng mit der heimischen Geflügelwirtschaft, staatlichen Stellen und internationalen Organisationen zusammen, um neue Ausbrüche frühzeitig zu erkennen.

Virus auch bei Wildvögeln nachgewiesen

Neben Nutzgeflügel traf das Virus auch Wildvögel. WOAH meldete positive HPAI-Nachweise bei Schwarzgeiern in den Regionen Comayagua und Copán.

In Comayagua starben 156 Tiere, in Copán weitere 126 Tiere infolge der Infektion.

Erster offizieller HPAI-Fall im honduranischen Geflügelsektor

Nach Angaben der WOAH handelt es sich um den ersten offiziell gemeldeten HPAI-Ausbruch in honduranischen Geflügelbeständen. Welcher Virustyp genau zirkuliert, steht bislang noch nicht fest.

Honduras informierte seine internationalen Handelspartner bereits offiziell über den Seuchenfall.

Geflügelnews
Bild: AdobeStock_HTGanzo, Adobe Stock_Gabrielle
Quelle: Quelle: WATT Poultry

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