Die Vogelgrippe hat den US-Eiermarkt seit 2022 massiv belastet. Millionen Legehennen fielen den Ausbrüchen zum Opfer, Preise schwankten stark. Dennoch blickt das US-Landwirtschaftsministerium optimistisch nach vorn: Für das kommende Jahrzehnt erwartet es einen klaren Zuwachs beim Eierkonsum – in den USA und weltweit.
Eier bleiben gefragt
Nach aktuellen Prognosen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) wird der Eierverbrauch in den Vereinigten Staaten in den nächsten zehn Jahren um 8,1 Prozent steigen. Drei Faktoren treiben diese Entwicklung: Eier liefern Protein zu vergleichsweise niedrigen Kosten, sie sind flächendeckend verfügbar, und Verbraucher greifen weiterhin gern zu.
Diese Kombination sorgt dafür, dass Eier trotz wiederkehrender Marktverwerfungen ihre feste Rolle in der Ernährung behalten.
Verbrauch erreicht 2025 den Tiefpunkt
Kurzfristig zeigt die Kurve allerdings nach unten. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist seit 2023 rückläufig. Grund dafür sind mehrere aufeinanderfolgende Vogelgrippe-Wellen, die Angebot und Preise stark beeinflussten.
Für 2025 rechnet das USDA mit einem Verbrauch von nur noch 259 Eiern pro Person. Damit wäre der Tiefpunkt erreicht. Ab diesem Zeitpunkt soll sich der Markt schrittweise erholen.
Vogelgrippe belastet Angebot massiv
Im Frühjahr 2025 traf die hochpathogene Vogelgrippe (HPAI) die USA erneut besonders hart. Seit Jahresbeginn wurden mehr als 30 Millionen Legehennen getötet oder verendeten infolge der Ausbrüche. Die Bestände schrumpften deutlich, der Eiermarkt geriet erneut unter Druck.
Die Folgen zeigten sich unmittelbar in der Preisentwicklung.
Extreme Preisschwankungen am Eiermarkt
In der ersten Hälfte des Jahres 2024 fiel der Verkaufspreis für Eier in den USA auf 1,94 Euro pro Dutzend. Mit zunehmenden Störungen in der Lieferkette stiegen die Preise jedoch stark an. Ende 2024 lag der Preis bereits bei 3,49 Euro pro Dutzend.
In der ersten Hälfte des Jahres 2025 erreichten Eier mit 5,76 Euro pro Dutzend einen historischen Höchststand. Das entspricht rund 48 Cent pro Ei.
Preise sollen sich wieder entspannen
Das USDA erwartet, dass sich die Lage bis Ende 2025 beruhigt. Die Preise dürften auf etwa 2,86 Euro pro Dutzend sinken. Für 2026 prognostiziert das Ministerium einen weiteren Rückgang.
Ausschlaggebend dafür seien verbesserte Präventionsmaßnahmen gegen HPAI sowie eine stabilere Versorgungslage.
Ab 2026 bessere Kontrolle der Vogelgrippe
Ab 2026 rechnet das USDA mit einer deutlich besseren Kontrolle der Vogelgrippe. Strengere Biosicherheitsmaßnahmen und mögliche Impfprogramme sollen Ausbrüche begrenzen.
In diesem Szenario steigt der Pro-Kopf-Verbrauch wieder auf 274,4 Eier. Der Gesamtabsatz würde dann 7.861 Millionen Dutzend erreichen.
Langfristig klarer Aufwärtstrend
Langfristig bleibt das Bild eindeutig positiv. Für das Jahr 2034 erwartet das USDA einen durchschnittlichen Verbrauch von fast 293 Eiern pro Person. Das entspricht einem Plus von gut acht Prozent gegenüber 2024.
Der Gesamtverbrauch würde auf rund 8.710 Millionen Dutzend steigen – mehr als 13 Prozent über dem heutigen Niveau. Trotz Vogelgrippe bleibt das Ei damit ein Wachstumsträger im Proteinmarkt.

































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