In den USA herrscht krasser Eiermangel. Ursache sind die vielen Vogelgrippe-Fälle auf US-Farmen in den vergangenen Monaten. Die Eierpreise in den US-Supermärkten sind auf Rekord-Niveau, es gibt sogar Rationierungen. Die USA sucht händeringend nach Eiern – auch in Deutschland.
Eines der wichtigsten Wahlkampfversprechen des im November 2024 gewählten US-Präsidenten Donald Trump war, die Lebensmittelpreise für die Bevölkerung zu senken. Bei einem „Grundnahrungsmittel“ der Amerikaner, dem Ei, ist das bislang nicht gelungen. Obwohl Trump dafür zugegebenerweise nicht verantwortlich ist.
Vogelgrippe sorgt für leere Regale: Eierkrise in den USA
In den USA herrscht aktuell ein krasser Eiermangel, die Preise sind auf ein Allzeit-Hoch gestiegen. Laut Nachrichtensender NTV liegt der aktuelle Preis für ein Dutzend L-Eier bei 5,90 Dollar oder umgerechnet 5,44 Euro. Das US-Landwirtschaftsministerium geht davon aus, dass es einen weiteren Anstieg geben wird. Ursache des Eiermangels sind bekanntlich die vielen Vogelgrippe-Fälle auf US-Legehennenfarmen in den vergangenen Monaten und die damit verbundenen Keulungen. Einige Lebensmittelketten haben Rationierungen beim Eierkauf eingeführt.
Anfrage aus den USA an den ZDG
So wundert es nicht, dass die USA auf der dringenden Suche nach Eiern sind – auch in Deutschland. Das berichtete Wolfgang Schleicher, Geschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft, ZDG, auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Geflügelwirtschaftsverbandes Rheinland-Pfalz in Koblenz. Wolfgang Schleicher war online zugeschaltet.
Laut Schleicher gab es eine Anfrage aus den USA, ob die deutschen Produzenten Eier bzw. Eiprodukte in die USA exportieren können. Aber auch in Deutschland sind Eier derzeit sehr knapp, die Vermarkter haben ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen.
Eiermarkt im Umbruch: Was bedeutet die US-Nachfrage für uns?
Dennoch dürfte der hohe Bedarf aus den USA die Eiermärkte diesseits des Atlantiks durcheinanderwirbeln, so die Einschätzung des ZDG-Geschäftsführers. Die USA werde auch in den klassischen Eierexportländern der EU aktiv sein wie den Niederlanden oder Polen, die die Angebote der USA „sicher sehr intensiv prüfen würden“. Angefragt waren aus den USA nicht nur Eiprodukte, sondern auch Schaleneier.

































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