Getreidemarkt: USDA-Bericht Februar 2022

03 März 2022
Rohstoffe

Zusammenfassung des Februar-Berichts des US-Agrarministeriums für das Kalenderjahr 2022: Sowohl die Produktionszahlen als auch die Endbestände der drei Hauptkulturen - Weizen, Mais und Soja - wurden im Vergleich zum Vormonat gesenkt, allerding nicht so stark wie vorab vermutet.

Weizen - Geringere Produktion, höherer Verbrauch

  • Die Weizenproduktion sank im Februar. Am größten war die Veränderung dabei im Mittleren Osten; der Grund liegt in der Trockenheit in diesem Gebiet, insbesondere in Syrien und dem Irak. Mit der geringeren Erntemenge aus dieser Region beläuft sich die globale Weizenproduktion auf nur noch 776,4 Mio. t nach 778,6 Mio. t im Vormonat. 
  • Der sinkenden Produktion steht jedoch ein steigender Verbrauch, insbesondere bei Futter, gegenüber. Dieser belief sich im Februar auf 788,1 Mio. t. 
  • Als Folge des kleineren Angebots gepaart mit einem steigenden Verbrauch sinken die globalen Endbestände weiter ab. Sie erreichen mit 278,2 Mio. t den tiefsten Stand seit fünf Jahren.
  • Im Exportmarkt bleibt die Rangfolge der Hauptexportländer bestehen. Angeführt wird das Feld von der EU-27 (37,5 Mio. t) gefolgt von Russland (35 Mio. t) und Australien (25,5 Mio. t). Diese Mengen blieben unverändert auf Vormonatsniveau.

Mais - Brasiliens Erntemenge weiter reduziert

  • Bei Mais führte die Trockenheit in den Hauptanbauländern zu geringeren Erträgen und die Prognosen für die Produktion gingen weiter zurück. Auf globaler Ebene wird mit einer Maisernte von 1,205 Mrd. t gerechnet. Abwärtskorrekturen erfolgten für Brasilien. Hier wird die Erntemenge auf nur noch 114 Mio. t geschätzt. 
  • Anders als beim Weizen sinkt beim Mais jedoch auch der erwartete Verbrauch. Dieser beläuft sich auf 1,195 Mrd. t und fällt damit um 1 Mio. t niedriger aus als im Vormonat. 
  • Dennoch ergeben sich mit 302,2 Mio. t kleinere globale Endbestände als in der Januar-Schätzung.

Soja - Globale Produktion verfehlt Vorjahresmenge

  • Die globale Sojaernte hat das US-Agrarministerium aufgrund der Trockenheit in Südamerika für die Saison 21/22 weiter nach unten korrigiert. Für Brasilien fiel das Minus mit 5 Mio. t am größten aus. Argentinien verlor 1,5 Mio. t und Paraguay 2,2 Mio. t. Die Welterntemenge wird derzeit mit 363,86 Mio. t angegeben. 
  • Gleichzeitig wird mit 369,17 Mio. t ein geringerer globaler Verbrauch prognostiziert (Vormonat: 374,9 Mio. t). Ein deutliches Minus ergibt sich dabei für China. Hier sinkt der Verbrauch von 116,7 Mio. t im Januar auf 113,7 Mio. t, auch die Importmenge geht um 3 Mio. t auf 97 Mio. t zurück.
  • Die globalen Endbestände reduzieren sich um 2,4 Mio. t auf 92,8 Mio. t. Damit liegen sie deutlich unter den Vorjahresmengen. 

 

Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Bild: Geflügelnews

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