Auf dem Milchviehbetrieb in Noardeast-Fryslân (Niederlande), auf dem letzte Woche Antikörper gegen die Vogelgrippe gefunden wurden, haben Behörden nach einer umfassenden Untersuchung des gesamten Viehbestands Antikörper gegen die Vogelgrippe bei insgesamt fünf Kühen nachgewiesen. Aktive Viren wurden jedoch nicht gefunden. Das teilte die niederländische Landwirtschaftsministerin Femke Wiersma am 29. Januar in einer Debatte des niederländischen Parlaments zu Zoonosen und Tierkrankheiten mit.
Untersuchung des gesamten Bestands
Nachdem ein Antikörpertest am 15. Januar 2026 positiv ausgefallen war, hatte die niederländische Lebensmittel- und Warenbehörde NVWA den Betrieb erneut überprüft. Am 22. Januar entnahmen Fachleute Blut- und Milchproben von allen Rindern. Zusätzlich sicherten sie eine neue Tankmilchprobe. Fünf Proben lieferten zunächst kein eindeutiges Ergebnis und wurden erneut getestet.
Kein aktives Virus nachweisbar
Inzwischen liegen alle Ergebnisse vor. Ministerin Wiersma betonte im Parlament, dass kein aktives Vogelgrippevirus auf dem Betrieb zirkuliert. Sämtliche Virustests der Milch fielen negativ aus. Auch die fünf erneut geprüften Proben hätten keinen Virusnachweis gezeigt.
Antikörper bei fünf Kühen
Das Wageningen Bioveterinary Research untersuchte alle Proben zusätzlich auf Antikörper. Bei fünf verschiedenen Kühen fanden die Wissenschaftler Hinweise auf eine frühere Infektion. Ein aktives Virus wiesen sie jedoch nicht nach.
Parallel laufen weitere Blutuntersuchungen. Die Forscher arbeiten dabei eng mit dem Europäischen Referenzlabor zusammen, um belastbare Ergebnisse zu sichern. Menschen, die Kontakt zu den Kühen oder einer betroffenen Katze hatten, testeten die Behörden ebenfalls. Alle Ergebnisse blieben negativ.
Femke Wiersma rechnet damit, in der kommenden Woche alle Untersuchungsergebnisse vorliegen zu haben. Erst dann will sie die Risikobewertung der Experten, mögliche Überwachungsmaßnahmen und weitere Schritte zusammenführen.
Rohmilch bleibt Thema
In der Debatte fragte die Abgeordnete von GroenLinks-PvdA Laura Bromet, ob Milch erkrankter Kühe in das Lebensmittelsystem gelangt sein könnte. Wiersma räumte ein, dass ein aktives Virus grundsätzlich in die Milch übergehen kann. Ob dies in diesem Fall geschah, sei noch unklar.
Offen bleibt die Frage nach der Sicherheit des Konsums von Rohmilch. Wiersma wollte diese Milch nicht pauschal als unsicher einstufen. Sie kündigte jedoch an, erneut eine Expertenbewertung einzuholen und das Parlament über die Ergebnisse zu informieren.




































Reagieren
Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.