In Nordamerika häufen sich wieder HPAI-Ausbrüche in Nutzgeflügelbeständen. Besonders betroffen sind Putenhalter in Minnesota. Auch im benachbarten Kanada steigt die Zahl der Fälle.
Die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) breitet sich in wichtigen Geflügelregionen Nordamerikas wieder aus. Innerhalb weniger Tage meldeten Behörden weitere Ausbrüche in kommerziellen Geflügelbeständen in den USA und Kanada. Allein zwei neue Fälle in Minnesota trafen zusammen mehr als 116.000 Puten. Gleichzeitig stieg die Zahl der betroffenen Bestände in der kanadischen Provinz Manitoba im September auf vier.
Damit konzentriert sich das aktuelle Geschehen auf eine zusammenhängende Region beiderseits der amerikanisch-kanadischen Grenze. Im September meldeten Minnesota, South Dakota, North Dakota und Wisconsin HPAI-Nachweise. Auf kanadischer Seite ist bislang Manitoba betroffen.
Mehr als 116.000 Puten bei zwei Ausbrüchen in Minnesota
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in Minnesota. Am 15. September bestätigte der Animal and Plant Health Inspection Service (APHIS) des US-Landwirtschaftsministeriums einen HPAI-Ausbruch in einem kommerziellen Putenbestand im Big Stone County. Dort waren 55.700 Tiere betroffen.
Es war bereits der 13. HPAI-Nachweis in einem kommerziellen Geflügelbestand Minnesotas im laufenden Jahr und der vierte allein im September. Zuvor hatte das Virus im September bereits Bestände in den Countys Becker, Otter Tail und Wright getroffen.
Nur einen Tag später folgte der nächste Ausbruch: Im Kandiyohi County wurde HPAI bei 61.100 Mastputen nachgewiesen. Damit stieg die Zahl der betroffenen kommerziellen Bestände in Minnesota 2026 auf 14. Fünf dieser Fälle traten allein im September auf.
Auch Wisconsin meldet HPAI bei 79.100 Puten
Das Geschehen beschränkt sich nicht auf Minnesota. APHIS bestätigte am 16. September auch einen Ausbruch im Barron County im benachbarten Wisconsin. Betroffen war dort ein kommerzieller Bestand mit 79.100 Puten. Für Wisconsin war es der erste bestätigte HPAI-Fall bei Nutzgeflügel seit März.
Auch South Dakota und North Dakota meldeten im September Nachweise der hochpathogenen Aviären Influenza in kommerziellen Geflügelbeständen.
Auffällig ist die räumliche Konzentration: Minnesota sowie die betroffenen Bundesstaaten South Dakota, North Dakota und Wisconsin liegen unmittelbar beieinander. Auch die kanadische Provinz Manitoba grenzt an Minnesota und North Dakota.
Manitoba meldet innerhalb weniger Tage vier Ausbrüche
In Kanada hat sich die Lage ebenfalls verschärft. Am 10. September bestätigte die Canadian Food Inspection Agency (CFIA) zunächst einen HPAI-Ausbruch in De Salaberry in Manitoba. Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) traf das Virus dort einen kommerziellen Putenbestand.
Am 21. September folgten zwei weitere bestätigte Fälle in den ländlichen Gemeinden Cartier und Rockwood. Einen Tag später meldeten die Behörden einen vierten Ausbruch in Rhineland.
Welche Geflügelarten und wie viele Tiere von diesen drei jüngsten Ausbrüchen betroffen sind, haben CFIA und WOAH bislang nicht mitgeteilt.
Damit wurden in Manitoba innerhalb von zwölf Tagen vier kommerzielle Geflügelbestände positiv auf HPAI getestet.
Kanada hatte seit Mai keine neuen Fälle mehr gemeldet
Die Entwicklung in Manitoba fällt auch deshalb auf, weil Kanada zuvor mehrere Monate lang keinen neuen HPAI-Ausbruch bei Nutzgeflügel verzeichnet hatte. Vor dem ersten Fall in Manitoba war der jüngste Nachweis am 16. Mai im Starland County in der Provinz Alberta bestätigt worden.
Seitdem ist Manitoba die einzige kanadische Provinz mit neuen bestätigten HPAI-Fällen bei kommerziellem Geflügel.
Die jüngsten Nachweise zeigen damit eine neue Dynamik des Seuchengeschehens in Nordamerika. Vor allem in der Grenzregion zwischen dem Mittleren Westen der USA und Kanada häufen sich im September die Ausbrüche in kommerziellen Geflügelbeständen.







































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