Die Preise für Konsumeier sinken weiter. Im Vergleich zu den vergangenen Wochen fällt der Abschlag jedoch geringer aus. Das nährt die Hoffnung, dass sich der Markt langsam stabilisiert. Ob die Talsohle tatsächlich erreicht ist, entscheiden in den nächsten Wochen vor allem zwei Faktoren: der Konsum und die Einkaufsstrategie der Verarbeitungsindustrie.
Nachfrage entspricht einem normalen Sommergeschäft
Die Nachfrage nach frischen Konsumeiern zeigt sich derzeit uneinheitlich. Insgesamt bewegt sie sich jedoch auf einem für die Sommermonate üblichen und soliden Niveau. Größere Ausschläge nach oben oder unten bleiben bislang aus.
Versorgung ist weitgehend gesichert
Die bestellten Mengen lassen sich derzeit unabhängig von der Haltungsform vollständig bedienen. Eine Ausnahme bilden weiterhin Eier der Gewichtsklasse XL. Hier bleibt das Angebot knapp. Erst mit sinkenden Temperaturen und steigenden Eigewichten dürfte sich die Versorgung entspannen.
Dass der Markt inzwischen nahezu vollständig mit frischen Konsumeiern versorgt werden kann, war über einen langen Zeitraum nicht mehr zu beobachten.
Verarbeitungsindustrie bleibt wichtiger Einflussfaktor
Trotz der verbesserten Versorgung ist Zurückhaltung angebracht. Die Verarbeitungsindustrie dürfte ihre Lagerbestände in den kommenden Wochen weiter aufbauen. Gleichzeitig wird die Produktion von Eipulver voraussichtlich an Dynamik gewinnen. Beide Entwicklungen können die Marktlage kurzfristig verändern.
Sommerferien bringen zusätzliche Unsicherheit
In der kommenden Woche beginnen die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland. Welche Auswirkungen das auf den Eiermarkt haben wird, lässt sich derzeit kaum verlässlich abschätzen.
Zu erwarten ist jedoch, dass sich der Verbrauch stärker in die Urlaubsregionen verlagert. Gleichzeitig dürfte der Großhandel seine Bestellungen vorsichtiger planen. Der Markt bleibt damit in Bewegung, und unterschiedliche Entwicklungen sind weiterhin möglich.
Markteinschätzung
Der Eiermarkt wirkt derzeit deutlich ausgeglichener als noch vor einigen Wochen. Gleichzeitig bleiben mehrere Einflussfaktoren schwer kalkulierbar. Deshalb gilt weiterhin: Wer Vermarktungsmöglichkeiten hat, sollte sie konsequent nutzen – frei nach dem bewährten Grundsatz: „Keep selling.“

































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