In den USA hat sich erstmals ein Mensch mit dem seltenen Vogelgrippe-Subtyp H5N5 angesteckt, das berichtet der Tagesspiegel. Der Fall gilt weltweit als der erste bestätigte Nachweis beim Menschen. Fachleute beobachten die Lage wegen der laufenden Vogelgrippewelle genau.
USA melden weltweit ersten H5N5-Nachweis beim Menschen
Ein Mann aus dem US-Bundesstaat Washington hat sich als erster Mensch weltweit mit dem Vogelgrippe-Subtyp H5N5 infiziert. Ärzte stellten die Diagnose, nachdem er Anfang des Monats mit Grippesymptomen ins Krankenhaus kam. Das Gesundheitsministerium des Bundesstaats bestätigte die Infektion und sprach von einem bisher einzigartigen Fall: Der Subtyp trat zuvor ausschließlich bei Tieren auf.
Fachinstitute sehen keinen Grund zur Alarmstimmung
Auch das deutsche Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hatte bislang keine Hinweise auf humane H5N5-Infektionen. Die Sprecherin des Instituts überrascht der Fall dennoch nicht. Der Subtyp trete zwar seltener auf als der weitverbreitete H5N1-Stamm, zirkuliere aber seit Monaten in Nordamerika und Nordeuropa. Auch in Deutschland wiesen Fachleute H5N5 bereits bei Wildvögeln nach.
Unter der Annahme, dass es sich um einen bekannten H5N5-Stamm handelt, sieht das FLI „keine drastische Änderung der Situation“.
Behörden stufen Risiko für Bevölkerung als gering ein
Die nationale Gesundheitsbehörde der USA und die Gesundheitsbehörde des Bundesstaats Washington bewerten die Gefahr für die Öffentlichkeit weiterhin als niedrig. Die USA dokumentierten bisher 71 menschliche Vogelgrippefälle und einen Todesfall – meist ohne klare Zuordnung zu einem Subtyp. Der nun betroffene ältere Mann hat Vorerkrankungen und wird weiter im Krankenhaus versorgt. Er hielt Hausgeflügel, das wohl Kontakt zu Wildvögeln hatte.




































Reagieren
Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.