Die Vogelgrippe breitet sich in Europa weiter aus. Österreich reagiert nun mit einer landesweiten Abschirmpflicht für Geflügelhaltungen. Ähnliche Regelungen gelten bereits in den Benelux-Staaten – und auch in Deutschland wird über strengere Maßnahmen diskutiert.
Österreich verschärft den Schutz gegen Vogelgrippe
Ab Montag, dem 3. November, gilt in ganz Österreich eine Abschirmpflicht für gehaltenes Geflügel. Wie die Regierung in Wien mitteilte, sollen Hühner, Enten und anderes Geflügel künftig „bestmöglich vor dem Kontakt mit Wildvögeln“ geschützt werden. Die Tiere müssen dazu durch Netze oder andere Abgrenzungen gesichert werden.
Keine Stallpflicht – aber strenge Auflagen
Eine generelle Aufstallung ist nicht vorgeschrieben. Dennoch müssen die Fütterung und Tränkung der Tiere künftig im Stall oder unter einem überdachten Unterstand erfolgen. Ziel ist es, das Risiko einer Übertragung der hochansteckenden Vogelgrippe von Wildvögeln auf Hausgeflügel zu minimieren.
Benelux-Staaten als Vorbild
Mit der Entscheidung folgt Österreich dem Beispiel seiner Nachbarn. In Belgien und Luxemburg gelten entsprechende Regeln bereits seit Mitte Oktober. Die Niederlande hatten vor rund zwei Wochen eine Abschirmpflicht für Hobbyhaltungen eingeführt, während gewerbliches Geflügel dort bereits aufgestallt werden muss.
Diskussion über Aufstallungspflichten in Deutschland
Auch in Deutschland wächst der Druck, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen. Bundesweit ist die Aufstallung derzeit nur im Saarland und in Hamburg verpflichtend. In anderen Bundesländern gelten Stallpflichten in einzelnen Kreisen, in denen bereits Ausbrüche gemeldet wurden. In Brandenburg führt dies faktisch zu einer landesweiten Aufstallungspflicht.

































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